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650.000 in Wien

Das war Silvester: Partys rund um den Globus

Feuerwerke und Menschen, die sich in den Armen liegen: Rund um den Globus wurde das neue Jahr begrüßt. Die Sicherheitsvorkehrungen waren aufgrund der Terrorbedrohung groß. In Wien verlief der Silvesterpfad mit 650.000 Besuchern friedlich. Die weltweiten Feiern wurden von einem Terrorangriff in Istanbul mit mindestens 39 Toten und 70 Verletzten überschattet.

Ein angeblich als Weihnachtsmann verkleideter Attentäter war um 1.15 Uhr in den schicken, mit Hunderten Menschen gefüllten Club "Reina" eingedrungen. Nachdem der Attentäter mit einem Gewehr das Feuer auf die Sicherheitsleute vor dem Eingang eröffnet hatte, schoss er im Club dann wahllos auf die Partygäste.

Aus anderen Großstädten wurden keine groben Zwischenfälle gemeldet. In Wien wurden neun Standorte in der City sowie je einer beim Riesenrad und in der Seestadt Aspern bespielt. Nach Familienprogramm, Musik, Kulinarik und Abendunterhaltung gipfelte das Fest um Mitternacht in zwei Feuerwerken am Rathausplatz und im Prater. Die Polizei, die am Nachmittag Taschenalarme zur Prävention von sexueller Belästigung an Frauen verteilt hatte, zog am Neujahrstag eine zufriedene Bilanz. Im Landesklinikum Waidhofen an der Ybbs erblickte das Neujahrsbaby Lea Natascha um 0.01 Uhr das Licht der Welt.

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In Sydney herrschte um Mitternacht Gänsehautstimmung: Mehr als eine Million Menschen läuteten 2017 zu den Klängen von David Bowie ein. Zehn Stunden, bevor es in Mitteleuropa so weit war, flogen ab Mitternacht zwölf Minuten lang Raketen über dem berühmten Opernhaus im Hafen der australischen Metropole in die Luft. Einige Feuerwerkskörper bildeten zu Ehren des 2016 gestorbenen britischen Popstars die Formen von roten Raumschiffen und des Planeten Saturn. Dabei ertönte Bowies Song "Space Oddity". Um 21.00 Uhr gab es bereits ein erstes Feuerwerk, damit Kinder feiern konnten, ohne bis Mitternacht aufbleiben zu müssen. Da flogen lila Raketen zum Song "Purple Rain" von Prince.

Hunderttausende feierten in Berlin auf der größten Silvesterparty Deutschlands vor dem Brandenburger Tor - bei größtenteils ausgelassener Stimmung. Besucher tanzten mit blinkenden Mickey-Mouse-Ohren auf dem Kopf und einem Bier in der Hand zu 90er-Jahre-Hits von DJ Bobo und den Venga Boys. Trotz des Terroranschlags vor zwei Wochen waren viele Besucher aus der ganzen Welt gekommen.

In Paris versammelten sich bei eisigen Temperaturen Zehntausende Menschen auf der Champs-Elysees. Die Stadt zelebrierte den Countdown für 2017 mit einer riesigen Lichtshow auf dem Triumphbogen am Ende des Prachtboulevards. Dabei warb sie auch für ihre Kandidatur für die Olympischen Spiele 2024. Um Mitternacht stieg ein Feuerwerk in den Himmel. In Paris sieht man zu Silvester sonst eigentlich keine Pyrotechnik, weil Böller und Raketen für Privatleute verboten sind.

Pünktlich zum Glockenschlag des Big Ben um Mitternacht begrüßten die Londoner das neue Jahr mit einem knapp zwölfminütigen Feuerwerk am Riesenrad London Eye an der Themse. Abgestimmt war das Spektakel auf Musik, unter anderem von Pop-Größen wie Prince, Bowie und George Michael, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Die Sicherheitsvorkehrungen waren angesichts des Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin noch einmal erhöht worden. Rund 3.000 Polizisten standen im Zentrum Londons im Einsatz. Trotzdem gaben sich Offizielle, wie der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, demonstrativ gelassen. "Wir können nicht zulassen, dass die bösen Jungs unseren Lebensstil kaputtmachen", sagte Khan der BBC.

Mit einem riesigen Kristallball und Konfettiregen feierten Zehntausende am New Yorker Times Square den Start ins neue Jahr. Beim traditionellen "Balldrop" setzte sich ein fünf Tonnen schwerer Kristallball mit dreieinhalb Metern Durchmesser an einer Stange über dem Broadway in Bewegung und erstrahlte zum neuen Jahr. Bürgermeister Bill de Blasio und Ban Ki Moon, der am Samstag seinen letzten Tag als UN-Generalsekretär beging, starteten die Bewegung des Balls gemeinsam per Knopfdruck. Auf der Show-Bühne stand Popstar Mariah Carey - und erregte mit einem äußerst knappen, fleischfarbenen Outfit Aufsehen.

In Bikini oder Badehose am Strand das Silvesterfeuerwerk bestaunen? So ließ sich 2017 in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro begrüßen. Rund zwei Millionen Menschen feierten bei Temperaturen von mehr als 30 Grad ausgelassen mit DJs und Sambatänzen auf mehreren Bühnen und einem gigantischen Feuerwerk-Spektakel direkt über dem Meer am berühmten Copacabana-Strand. 21.000 Raketen, die aus elf Flößen entzündet wurden, erleuchteten nach Mitternacht den Himmel im Schatten des Zuckerhuts. Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise wurde das Spektakel in diesem Jahr allerdings von 16 auf zwölf Minuten gekürzt.
 

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