Deutsche wollen Red Bull verbieten

Jugendverbot

Deutsche wollen Red Bull verbieten

Die Diskussion um ein Verbot koffeinhaltiger Energy Drinks für Jugendliche in Deutschland hat neuen Schwung aufgenommen. Nach der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Organisation Foodwatch fordert nun auch die SPD, dass die Muntermacher aus der Dose für Minderjährige verschlossen bleiben.

Die Politik habe die Aufgabe, Minderjährige vor vermeidbaren Gefahren zu schützen, sagte die Konsumentensprecherin der SPD, Elvira Drobinski-Weiß, der "Saarbrücker Zeitung". Das Verbot will die SPD mittels einer Änderung des Jugendschutzgesetzes im Bundestag durchsetzen. Das würde Energy Drinks Spirituosen gleichstellen - damit wäre eine Abgabe an Jugendlchie unter 18 Jahren nicht mehr erlaubt.

Laut einer Studie der EFSA konsumieren Millionen Jugendliche in der EU zu viel Koffein. Demnach nehmen Jugendliche in fünf von 13 untersuchten EU-Mitgliedstaaten mehr Koffein zu sich als empfohlen. Der Studie zufolge sollten sowohl Erwachsene als auch Minderjährige eine Dosis von drei Milligramm Koffein pro Kilo Körpergewicht am Tag nicht überschreiten - andernfalls drohten Nebenwirkungen wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen.

Ein zwölfjähriger Bub mit 50 Kilogramm Körpergewicht überschreitet nach dieser Rechnung mit einer 0,5-Liter-Dose eines Energy Drinks diese Grenze. Laut Foodwatch gelten in Deutschland 6,6 Prozent der Jugendlichen als "Hochverzehrer" von Koffein und überschreiten die Grenzwerte der EFSA.


 

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