Dieses Leid lässt Putin völlig kalt

Opfer flehen um Hilfe

Dieses Leid lässt Putin völlig kalt

Damaskus. Syriens Diktator Assad und sein Verbündeter, Russlands Präsident Putin, wollen den Sieg um jeden Preis. Denn Ost-Ghuta umfasst mehrere Vororte der syrischen Hauptstadt Damaskus. Die Enklave gehört zu den letzten Gebieten Syriens, die noch unter Kontrolle von Rebellen stehen. Seit 2013 ist die Region praktisch abgeriegelt. Islamistische Milizen kontrollieren. 400.000 Menschen sind vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Keine Lebensmittel, kaum Medikamente, kein Spital funktioniert mehr. Und täglich hagelt es Bomben, Raketen. Der UN-Sicherheitsrat wollte eine 30-tägige Feuerpause, um die Zivilisten zu retten. Russlands lehnte das ab. Das Gemetzel geht weiter.
 

Massaker, und die ganze Welt schaut dabei zu

Dauerbeschuss. Deutschlands Kanzlerin Merkel nannte den Krieg in Ost-Ghuta ein „Massaker“. Russlands Außenminister Sergej Lawrow zeigte sich davon aber unbeeindruckt: „Wir wollen unsere Erfahrungen, die wir bei der Befreiung von Aleppo gesammelt haben, in Ost-Ghuta einsetzen“, so der russische Außenminister. Im Klartext bedeutet das: Das Gebiet wird so lange bombardiert, bis sich die Rebellen ergeben und Truppen vorrücken können. Allein in den vergangenen 72 Stunden starben durch immer intensivere Bombardements aus Hubschraubern, Kampfjets und Artil­lerie laut UN mehr als 400 Menschen.
 
Verwundete können nicht evakuiert werden. Es gibt keinen Hilfskorridor: „Wir ernähren uns von Tierfutter“, so die Opfer. Das Einzige, was funktioniert, ist das Internet. Aufnahme der zivilen Hilfskräfte zeigen Dutzende zerstörte Gebäude mit darunter begrabenen Verletzten oder Toten.
 
K. Wendl
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