Dorf kauft sich von Flüchtlingen frei

"Wir wollen keine Asylbewerber"

Dorf kauft sich von Flüchtlingen frei

Das Dorf mit dem klingenden Namen Oberwil-Lieli liegt mitten im Herzen der Schweiz, umgeben von einer malerischen Landschaft und idyllischen Bergen. Durchaus ein Ort, in dem sich auch gutbetuchte Schweizer niederlassen. Unter den 22200 Einwohnern sollen 300 Millionäre sein. Die Kriminalitätsrate geht gegen null – das berichtet die Daily Mail.

„Wir wollen keine Asylbewerber"
Doch die Dorfbewohner wollen nichts von ihrem Reichtum abgeben. Der Ort geriet jetzt in die Schlagzeilen, weil er sich weigerte, Flüchtlinge aufzunehmen. Die Menschen sollten in ein leerstehendes Haus einquartiert werden, doch daraus wird jetzt nichts. Die Gemeinde zahlt lieber Strafe, anstatt sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu beteiligen. Mehr noch: Sie ließ das Haus sogar abreißen.

Sie zahlen lieber, als Flüchtlinge aufzunehmen
Die Politik der kleinen Gemeinde steht hinter der Entscheidung. „Wir wollen keine Asylbewerber. […] Die würden uns immer und ewig auf der Tasche liegen", so der Bürgermeister der Gemeinde, Andreas Glaner, bereits im Oktober. Nun muss die Gemeinde Ausgleichszahlungen begleichen. 3000 Franken im Monat muss der Ort jetzt der Kantonsverwaltung überweisen - 290.000 Franken im Jahr.

Referendum setzt sich für Flüchtlinge ein
Doch eine kleine gallische Bastion wehrt sich nun: „Öffnen wir unsere Herzen statt die Gemeindekasse“ lautete eine Initiative, die für die Flüchtlinge ihr Wort ergriff. Dass von der Bürgerbewegung eingeforderte Referendum bedeutete jedoch einen Rückschlag für die Befürworter. Anfang Mai stimmten 52 der Dorfbewohner gegen die Aufnahme von Flüchtlingen.

Politik verteidigt Maßnahmen
Bürgermeister Andreas Glaner von der konservativen SVP sieht sich nach wie vor im Recht. Vorfälle wie jene in der Silvesternacht in Köln sollen möglichst verhindert werden, so seine Devise. Im Interview mit der Daily Mail bekräftigte der Politiker erneut, dass die Entscheidung, keine Flüchtlinge aufzunehmen, nicht aus rassistischen Gründen getroffen wurde. Er versteht das Vorgehen der Gemeinde eher als Protest gegen die Flüchtlingsquoten der Regierung.  

Kein Einzelfall
Die kleine idyllische Gemeinde ist indes kein Einzelfall. In der Schweiz gibt es Dutzende weitere Beispiele von Bürgermeistern, die ähnlich verfahren.

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