Drakonische Geldstrafen für Korruption

Russland

Drakonische Geldstrafen für Korruption

Mit drakonischen Geldstrafen in einhundertfacher Höhe der Bestechungssumme will Kremlchef Dmitri Medwedew die in Russland grassierende Korruption schärfer bekämpfen. Das Ausmaß der Schmiergeldzahlungen sei entsetzlich, sagte der Kremlchef nach Angaben der Agentur Ria Nowosti. Wer Verbrechen begehe, müsse um sein Vermögen fürchten. Für einige Täter könne ein solches Urteil schwerer wiegen als eine Gefängnisstrafe, sagte der Präsident. Die Höchststrafe beträgt 500 Millionen Rubel (12,3 Mio Euro). Ein entsprechendes Gesetz unterzeichnete Medwedew am Mittwoch. Weiterhin könnten zusätzlich auch Gefängnisstrafen verhängt werden, betonte er.

Korruption gilt als eines der größten Hemmnisse für ausländische Investitionen in Russland. Experten hatten Medwedews bisherigen Kampf gegen die Schmiergeldkultur als weitgehend wirkungslos kritisiert. Die Organisation Transparency International führt Russland auf Platz 154 von 178 auf ihrer Liste der korruptesten Staaten.

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