Dramatisches Video zeigt Absturz von Kasan

Russland

Dramatisches Video zeigt Absturz von Kasan

Nach dem Flugzeugabsturz mit 50 Toten wird in Russland nach der Ursache für das Unglück gesucht. Als wahrscheinlich gelten technisches Versagen oder ein Pilotenfehler, sagte Alexander Poltinin von der Flugunfall-Ermittlungsbehörde am Montag.

Ein Video einer Überwachungskamera zeigt, dass die Maschine fast senkrecht in den Boden raste, ehe sie mit einem riesigen Feuerball explodierte:

Video zum Thema 50 Menschen Tot - Hier stürzt die Boeing 737 ab

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Pilot brach Landeanflug ab
Die aus Moskau kommende Maschine war am Sonntagabend im Landeanflug auf den Flughafen von Kasan abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Alle 44 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Laut Ermittlungschef Poltinin hatte der Pilot einen ersten Landeanflug abgebrochen.

Der Fluglotse Kirill Kornischin berichtete, Sekunden vor dem Absturz habe einer der Piloten über Funk mitgeteilt, dass die Maschine nicht bereit zur Landung sei und er wieder durchstarten wolle. Ein Mitglied der Rettungskräfte sagte der Nachrichtenagentur Interfax, dies deute auf einen technischen Fehler hin.

Probleme schon am Hinflug

Fluggäste, die noch am Sonntag mit der Maschine von Kasan nach Moskau geflogen waren, berichteten von Problemen mit der Boeing: "Das Flugzeug hatte schon auf dem Hinflug Schwierigkeiten, wir wären bei der Landung in Moskau beinahe abgestürzt", schrieb der Passagier Grigori Bussarew.

Laut russischen Medien war die Maschine seit 23 Jahren im Dienst und hatte bereits sieben Vorbesitzer, darunter Airlines aus Uganda, Rumänien und Bulgarien. 2001 habe sie in Brasilien einen schweren Unfall gehabt, bei dem das Fahrwerk abgebrochen und sie mehr als einen Kilometer lang auf einem Triebwerk über die Landepiste geschlittert sei, berichtete Itar-Tass. Nach einer Reparatur sei die Boeing wieder in Dienst gestellt worden.

Die letzte Generalüberholung des Flugzeugs erfolgte laut der russischen Flugaufsichtsbehörde Rosaviatsia im März 2012. Die Flugunfall-Ermittlungsbehörde beschlagnahmte am Montag Unterlagen von Tatarstan Airlines. Beide Blackboxen wurden aus den bis zur Unkenntlichkeit zerfetzten und verkohlten Überresten der Unglücksmaschine geborgen und sollen nun ausgewertet werden.

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