Sonderthema:

Kann noch viel passieren

ESM-Chef: Brexit kommt vielleicht nie

Der Chef des europäischen Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, hält einen EU-Austritt Großbritanniens für unwahrscheinlich. "Wir stehen erst am Anfang eines sehr langen Prozesses, viel kann noch passieren", sagte er der neuen "Wirtschaftswoche". Die Abstimmung sei "von Emotionen geprägt" gewesen. "Schauen wir einmal, ob der Brexit überhaupt kommt."

Sollten die Briten in der Union bleiben, erwartet Regling die Verfestigung "eines Europas der zwei Geschwindigkeiten" auch bei den Währungen. "Großbritannien würde dann mit Dänemark, Schweden und anderen Ländern einen äußeren Ring bilden, der Euro-Raum würde aus stark integrierten Staaten bestehen."

Auch im Brexit-Fall sei der Plan des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker unrealistisch, die Eurozone schnell zu erweitern. "Im Moment erfüllt keines der Nicht-Euro-Länder alle Beitrittskriterien", sagte Regling. Zwar erwarte er, dass fast alle EU-Länder der Eurozone beitreten würden, wenn die Briten die EU verließen. Doch: "Das Tempo wird von Land zu Land sehr unterschiedlich sein, weil es unterschiedliche Probleme und Präferenzen gibt."
 

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen