EU fürchtet Flüchtlingswelle aus Libyen

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EU fürchtet Flüchtlingswelle aus Libyen

Die Europäische Union fürchtet einen massiven Flüchtlingszustrom aus dem politisch instabilen Libyen. In einem Brief an die EU-Außenminister warnte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini davor, dass fast eine halbe Million Vertriebene von Libyen über das Mittelmeer nach Europa flüchten könnten.

In dem Schreiben vom 12. März, in das die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag Einblick nehmen konnte, rief Mogherini dazu auf, schnell zu handeln, bevor die Situation außer Kontrolle gerate. Derzeit agierten Schmuggler in Libyen ungestört. Die Europäische Union müsse sich stärker engagieren.

Chaos
Libyen versinkt seit dem Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi 2011 im Chaos. Seit Monaten wird um die Bildung einer Einheitsregierung gerungen. Zuletzt fasste die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) immer stärker Fuß in dem Land. Laut Mogherini plant die EU eine Mission, um beim Wiederaufbau der libyschen Polizei und dem Anti-Terrorkampf zu helfen sowie die Grenzoperationen zu stärken. Eine Einheitsregierung könnte laut der EU-Außenbeauftragten auch um Hilfe aus dem Ausland beim Kampf gegen Schmuggler ersuchen.

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