Easyjet wirft 37 Passagiere von Bord

Flieger zu schwer

 

Easyjet wirft 37 Passagiere von Bord

Alles hatte ganz normal begonnen. Der Easyjet-Flug mit der Nummer EZY1496 von Birmingham nach Genf stand zeitgerecht auf dem Rollfeld, Gepäck war bereits verladen, die Passagiere hatten ihre Plätze eingenommen. Doch dann Stillstand - eine halbe Stunde lang, ehe sich der Kapitän mit "schlechten Neuigkeiten" meldete: Man habe 10 Tonnen zu viel Kerosin getankt, dadurch sei die Maschine zu schwer und 37 Passagiere müssten das Flugzeug wieder verlassen. Andernfalls sei ein Start unmöglich.

Pilot bot 250 Euro für Ausstieg
Verdutzt vernahmen die Passagiere die wunderliche Kunde, ungläubig starrten sie sich gegenseitig an. Dann spielte der Kapitän einen Joker aus: Jeder, der freiwillig aussteige, erhalte 100 Pfund, eine Übernachtung und einen Platz im nächsten Flug, berichtet das Nachrichtenprotal blick.ch. Doch niemand reagierte darauf. Als der Pilot sein Angebot auf 250 Euro erhöht, melden sich sechs Freiwillige - zu wenige.

Mit Polizei gedroht
Daraufhin entschied Easyjet, dass jene Passagiere das Flugzeug zu verlassen haben, die als letzte eingecheckt hatten. Aber schnell müsse es gehen, denn sonst fliege man gar nicht. Schließlich mache der Zielflughafen Genf um 23.30 Uhr zu. Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, drohte der Pilot noch mit der Polizei.

Gepäck ausgeladen
Mit dreistündiger Verspätung endlich in Genf angekommen, erlebten die verbleibenden Passagiere die nächste Überraschung. Um das Flugzeug leichter zu machen, ließ Easyjet in Birmingham Gepäckstücke wieder ausladen. Die Koffer kamen erst fünf Tage später in Genf an.

Eine Untersuchung zu dem Vorfall wurde eingeleitet.

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