Ebola: Infizierter nach Kanada eingereist?

Todes-Virus

Ebola: Infizierter nach Kanada eingereist?

In Kanada ist ein Nigeria-Rückkehrer mit Ebola-Symptomen unter Quarantäne gestellt worden. Der Mann habe sich mit Fieber und anderen Symptomen in eine Notaufnahme eines Krankenhauses in einem Vorort von Toronto begeben, teilte die Klinik am Freitag (Ortszeit) mit.

Aus Vorsorge seien die höchsten Überwachungsmaßnahmen getroffen worden, darunter die Isolierung des Patienten. Es liefen Untersuchungen um herauszufinden, ob der Mann tatsächlich mit dem hochgefährlichen Erreger infiziert sei.

Der Ebola-Epidemie in Westafrika sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Anfang des Jahres fast eintausend Menschen zum Opfer gefallen, etwa 1.800 Menschen infizierten sich. Am Freitag erklärte die WHO Ebola zum internationalen Gesundheitsnotfall. Die Epidemie lasse sich nur mit Hilfe einer weltweiten Mobilisierung bekämpfen, warnte WHO-Chefin Margaret Chan. Es ist erst das dritte Mal, dass die WHO einen derartigen Notfall ausruft.
 

US-Patient wird "jeden Tag stärker"

Dem Ebola-Patienten aus den USA, der vor einer Woche mit einem Spezialflugzeug nach Hause geholt worden war, geht es offenbar deutlich besser. "Ich fühle mich jeden Tag ein bisschen stärker", erklärte der Arzt Kent Brantly in einer von seiner christlichen Hilfsorganisation verbreiteten Stellungnahme. Unterdessen regte sich auch Kritik an der Art der Ebola-Bekämpfung.

"Als ich mich an dem Mittwochmorgen krank fühlte, habe ich mich sofort selbst isoliert, bis ich drei Tage später die Diagnose bekam. Sie war positiv, und ich bemerkte bei mir selbst einen tiefen Frieden jenseits aller Vorstellungskraft." Er bat alle, für ihn und seine ebenfalls erkrankte Kollegin und für die Menschen in Liberia und ganz Westafrika zu beten.

In Deutschland kritisierte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, laut einem Zeitungsbericht die Bekämpfung der Epidemie in Westafrika. "Man hätte das in den Griff gekriegt, wenn man frühzeitig eingegriffen hätte", sagte Gottschalk der "Frankfurter Rundschau" (Samstag). Er ist auch Sprecher des sogenannten Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen, dessen Geschäftsstelle beim Robert-Koch-Institut angesiedelt ist.

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