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Im Mittelmeer

EgyptAir-Absturz: Trümmer gefunden

Einen Tag nach dem Absturz der Egyptair-Maschine auf dem Weg von Paris nach Kairo sind ägyptischen Militärangaben zufolge erste Trümmer im Mittelmeer gefunden worden. Die Marine habe die Teile 290 Kilometer nördlich von Alexandria ausgemacht, teilte das Militär am Freitag mit. Auch ein Leichenteil soll gefunden worden sein. Es seien auch persönliche Gegenstände der Passagiere gesichtet worden.

Schiffe der Marine sind derzeit auf der Suche nach dem Flugschreiber des Airbus A320, der aus bisher ungeklärter Ursache abstürzte. Die ägyptische Regierung hält einen Anschlag als Absturzursache für wahrscheinlicher als einen technischen Defekt.

Die Maschine mit 56 Passagieren und zehn Crew-Mitgliedern war in der Nacht auf Donnerstag über dem Mittelmeer von den Radarschirmen verschwunden. Das Flugzeug war etwa zehn bis fünfzehn Seemeilen im ägyptischen Luftraum in einer Höhe von 37.000 Fuß (knapp 11.300 Meter) ins Trudeln geraten, wie der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos berichtete. "Dann machte es eine Drehung von 90 Grad nach links und danach eine andere Drehung von 360 Grad nach rechts und fiel auf eine Höhe von 15 000 Fuß. Sein Radarbild verschwand auf einer Höhe von 10.000 Fuß", sagte Kammenos, der von einem Absturz ausging. Einen Notruf setzten die Piloten nicht mehr ab.

Pentagon: Keine Explosion
Die USA gaben sich zurückhaltend: "Bisher haben wir niemanden, der sich dazu bekannt hat oder Beweise, dass es eine absichtliche Tat war", so der Direktor der US-Bundespolizei FBI, James Comey. "Wir wissen im Moment nicht, was die Ursache war. Es gebe bisher keine Erkenntnisse, die darauf hindeuten würden, dass es an Bord des Flugzeuges eine Explosion gegeben habe, erklärte eine Sprecherin des Pentagons in Reaktion auf Spekulationen, wonach der Absturz durch eine Explosion ausgelöst wurde.

Maschine geriet ins Trudeln
Ein Flugzeug gerät ins Trudeln, wenn der Auftrieb an den Tragflächen abreißt. Das Flugzeug dreht sich dann unter schnellem Höhenverlust immer wilder um die eigenen Achse. Für das Trudeln kann es verschiedene Gründe geben - dass es kein Notsignal gab, spricht aber für ein plötzliches Ereignis wie etwa eine Explosion, sonst hätte die Cockpit-Crew wohl ein Notsignal gesendet. Sowohl in Ägypten als auch in Frankreich nahmen die Staatsanwaltschaften Ermittlungen auf.

In den vergangenen Monaten hat es bereits mehrere Zwischenfälle mit Flugzeugen aus Ägypten gegeben. Ende März hatte ein Mann mit einer Bombenattrappe eine Egyptair-Maschine nach Zypern entführt. Ende Oktober war ein russischer Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel abgestürzt, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Zu der Tat, bei der 224 Menschen starben, bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
 

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