Eisbär tötet britischen Jugendlichen

Spitzbergen

Eisbär tötet britischen Jugendlichen

Ein Eisbär hat am Freitag ein Zeltlager auf Spitzbergen angegriffen und dabei einen britischen Jugendlichen getötet. Zwei weitere Jugendliche und zwei ihrer Leiter hätten schwere Kopfverletzungen erlitten, bevor der Bär erschossen worden sei, sagte der stellvertretende Gouverneur der zu Norwegen gehörenden Arktis-Inselgruppe, Lars Erik Alfheim. Sie würden nach einer ersten Notbehandlung im örtlichen Krankenhaus in eine Klinik nach Tromsö aufs Festland geflogen.

Insgesamt hatten sich laut Alfheim 14 Jugendliche und ihre Leiter an der Reise der Forschungsgesellschaft der Britischen Schulen (BSES) beteiligt. Die Schüler waren demnach zwischen 16 und 20 Jahre alt, der getötete Bursche war 17 Jahre. Nach Angaben des Vize-Gouverneurs hatten die Briten rund 40 Kilometer vom Hauptort Longyearbyen entfernt in der Nähe des Von-Post-Gletschers gezeltet, als sie am frühen Morgen von dem Raubtier angegriffen wurden. Um 7.30 Uhr hätten sie über Satellit die Polizei alarmiert, die sofort Hubschrauber zu dem Lager entsandte.

Warum es so viele Opfer gab, bevor die Camper den Eisbären erschießen konnten, war laut Alfheim unklar. Nach zahllosen grauenvollen Unglücken müssen Trekking-Touren in die Wildnis von Spitzbergen seit den 1990er Jahren angemeldet werden, ihre Teilnehmer müssen zudem bewaffnet sein.
 

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