Elf Tote bei Angriff auf Marinebasis

Rache für Bin Laden

Elf Tote bei Angriff auf Marinebasis

Bei einen Überfall mutmaßlicher Islamisten auf einen Stützpunkt der pakistanischen Marine in Karachi sind nach Medienberichten mindestens elf Soldaten getötet worden. Wie der Korrespondent der britischen BBC am frühen Montagmorgen aus der größten pakistanischen Stadt berichtete, nahmen die schwer bewaffneten Angreifer auch Geiseln. Die Kämpfe auf dem Stützpunkt der Marineflieger dauerten in den Morgenstunden an. Ein Sprecher der Marine sagte, man vermute noch immer 10 bis 15 Extremisten auf dem Gelände. Auf Fernsehbildern waren brennende Gebäude zu sehen.

Die radikalislamischen Taliban haben sich zu dem Anschlag bekannt. Mit der Tat wolle man den Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden rächen, sagte ein Sprecher der Gruppe am Montag.

Etwa zehn bis 20 schwer bewaffnete Männer - darunter auch Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürteln - waren nach Angaben der pakistanischen Behörden am Abend in den Stützpunkt Mehran eingedrungen. Die Basis wurde weiträumig abgeriegelt, alle übrigen Stützpunkte des Militärs in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Hangars angegriffen
Zunächst seien drei Hangars angegriffen worden, in denen Flugzeuge und Hubschrauber abgestellt waren. Auch Flugzeuge auf der Rollbahn seien mit Raketenwerfern beschossen worden, berichtete die BBC unter Berufung auf Augenzeugen. Mehrere Maschinen seien zerstört oder beschädigt worden, darunter auch Seeaufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeuge vom Typ P-3C Orion. Mindestens zwei dieser mehrere Millionen Dollar teuren Flugzeuge aus US-Produktion stünden in Flammen, hieß es.

Anschließend seien die Angreifer in weitere Bereiche des Stützpunktes vorgedrungen. Dabei hätten sie sich schwere Schusswechsel mit den Soldaten geliefert. Neben elf Soldaten seien auch mehrere Angreifer getötet worden.

Geisel
Die verbliebenen Kämpfer hätten sich mit Geiseln in einem Gebäude verschanzt. Unter den Festgehaltenen sollen sich laut BBC auch Angehörige des chinesischen Militärs befinden. Pakistanische Kommandoeinheiten seien dabei, die Lage zu klären, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise.

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