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Eltern des Kinder-Killers erhalten Polizeischutz

Die schockierenden Bluttaten in Herne beschäftigt weiter die Ermittler. Es gebe derzeit keine neuen Erkenntnisse, Entwicklungen oder Aussagen, sagte ein Sprecher der zuständigen Polizeibehörde in Bochum am Samstag auf Anfrage. Die Polizei hatte festgestellt, dass sie zwar wenig Zweifel an den Angaben des 19-Jährigen habe, man ihm aber nicht "in allen Bereichen" trauen könne.

Wie die "Bild"-Zeitung online berichtet, sollen die Eltern von Marcel H. nun unter Polizeischutz stehen. Seine Mutter und ihr Lebensgefährte sollen laut dem Bericht in einem Hotel untergebracht sein. Auch der Verdächtige Marcel H. sitzt allein in einer sogenannten Schlichzelle. "Das ist ein Raum ohne Gegenstände, mit denen mans sich verletzen kann", sagt Detlef Feige, Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizminsiteriums gegenüber der "Bild". Der Verdächtige gestand im Verhör auch mehrere Suizidversuche.

Plötzliche Mordlust

Marcel H. soll aus purem Frust über private Rückschläge plötzlich Mordlust entwickelt haben. Der Teenager soll zunächst den neunjährigen Nachbarsbuben und später einen 22 Jahre alten Bekannten erstochen haben. Die Taten gab er laut Polizei "eiskalt und emotionslos" zu. Marcel H. hatte sich am vergangenen Donnerstag der Polizei gestellt, womit eine dreitätige Großfahndung beendet wurde.

Nach der Tötung des Kindes habe er auf der Flucht erst Unterschlupf bei einem Bekannten gesucht, den er aus dem Berufskolleg gekannt habe, teilten die Ermittler mit. Als dieser von der Fahndung im Mordfall erfuhr, stellte er den 19-Jährigen zur Rede. Daraufhin soll Marcel H. den Mann mit 68 Messerstichen getötet und die Wohnung in Brand gesteckt haben. Das Kind soll er mit 52 Stichen umgebracht haben.

Bundeswehr-Absage und Computerspielsucht

Der mutmaßliche Täter sei nach seinen Aussagen in der Vernehmung nicht nur von gescheiterten Bewerbungen unter anderem als Zeitsoldat bei der Bundeswehr frustriert gewesen. Der 19-Jährige sei zudem dabei gewesen, mit den Eltern in eine Nachbarstadt von Herne umzuziehen. In dem Zusammenhang habe er befürchtet, den Zugang zum Internet zu verlieren. Die "Unmöglichkeit, keine Computerspiele im Internet mehr spielen zu können", habe ihn zu Suizidgedanken getrieben. Nachdem zwei Versuche einer Selbsttötung am Montag gescheitert seien, habe er beschlossen, noch am selben Abend einen Mord zu begehen.
 

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