England hat neuen

Postituiertenmorde

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England hat neuen "Jack the Ripper"

Dem 40-jährigen Stephen Griffiths wurde zur Last gelegt, drei Prostituierte aus dem Rotlichtbezirk in der nordenglischen Großstadt Bradford umgebracht zu haben. Die Polizei fand bisher jedoch nur Teile eines Frauenkörpers, darunter den abgetrennten Kopf. Die Detektive suchen mit Hochdruck nach Spuren zu den beiden anderen Prostituierten und interessieren sich für vier weitere Frauenmorde.

Name? Armbrust-Kannibale
In einer dreiminütigen Anhörung vor dem Amtsgericht ging es zunächst nur um Formalien. Doch seine Aussagen ließen die Zuschauer, darunter Familienangehörige der Opfer, im Gerichtssaal zusammenzucken. Der Angeklagte antwortete auf die Frage nach seinem Namen mit: "Der Armbrust-Kannibale". Seine Adresse schilderte er mit den Worten "Ähm, hier denke ich". Die Richterin fragte daraufhin ihre Assistenten nach dem Geburtsdatum, das der Mann bestätigte.

Die Polizei nahm den Mann am vergangenen Montag in seiner Wohnung am Rande des Rotlichtbezirks fest. Dort lebte er seit 13 Jahren. An der Bradford Universität war der Psychologie-Absolvent für ein weiterführendes Kriminologiestudium eingeschrieben. Wegen der Schwere der Taten wird der Fall vor dem Strafgerichtshof der Stadt verhandelt. Dort wurde am Nachmittag die Anklage verlesen.

Drei kaltblütige Morde
Der 40-Jährige soll die drei Frauen, deren Vorname mit dem Buchstaben S beginnt, kaltblütig ermordet haben. Alle drei galten laut Anklage bis Dienstag als vermisst. Die 43-jährige Susan verschwand im vergangenen Juni, die 31-jährige Shelley seit April und die 36-jährige Suzanne seit Donnerstag vor einer Woche. Teile von Suzannes Körper fanden Ermittler neben einer stark befahrenen Straße in einem Fluss am Dienstagabend, einen Tag nach der Festnahme des mutmaßlichen Serienmörders.

"Jack the Ripper" hatte in den 1880er Jahren London in Angst und Schrecken versetzt, nachdem mehrere Prostituierte auf brutale Weise ermordet worden waren. Wer es tatsächlich war und ob alle Frauen durch seine Hand starben, ist bis heute nicht geklärt.

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