Erdogan saß selbst wegen Gedichts in Haft

Vier Monate lang

Erdogan saß selbst wegen Gedichts in Haft

Der Satirestreit zwischen Jan Böhmermann und dem türkischen Präsident Erdogan entwickelte sich zur richtigen Staatsaffäre. Erdogan fühlte sich vom Schmähgedicht beleidigt und forderte strafrechtliche Konsequenzen. Die deutsche Kanzlerin gab schließlich dem türkischen Präsidenten nach und ermöglichte Ermittlungen.

Besonders brisant wird der Fall, wenn man einen Blick auf die Biographie Erdogans wirft. Der türkische Präsident saß wegen eines Gedichts selbst vier Monate in Haft. 1997 hatte Erdogan, damals Bürgermeister von Istanbul, bei einer Demonstration ein Gedicht von Ziya Gökalp vorgetragen.

In diesem Gedicht heißt es: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“  Daraufhin wurde Erdogan von einem Gericht wegen Missbrauchs der Grundrechte und –Freiheiten zu zehn Monaten Haft verurteilt. Der spätere Präsident kam schließlich aber nach vier Monaten schon wieder frei.

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