Erfolgsrun von Trump gestoppt

US-Wahl

Erfolgsrun von Trump gestoppt

Im Rennen der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ist der Erfolgsrun von Donald Trump vorübergehend gestoppt worden. Der Geschäftsmann kam bei den Ausscheidungen in Washington und Wyoming jeweils nur auf Platz drei. In der Bundeshauptstadt siegte Senator Marco Rubio aus Florida, sein texanischer Kollege Ted Cruz punktete im bevölkerungsärmsten Bundesstaat der USA.

Clinton-Erfolg
Bei den Demokraten siegte Ex-Außenministerin Hillary Clinton auf den Nördlichen Marianen, einem US-Außengebiet. Abgestimmt wurde auch in Guam, einem weiteren US-Territorium: Hier gewann Cruz bei den Republikanern einen Delegierten hinzu. Insgesamt führt Trump bei den Republikanern, Clinton bei den Demokraten.

Rubio gewann nach Angaben des Senders NBC im Regierungsdistrikt Washington DC knapp mit 37 Prozent vor Ohios Gouverneur John Kasich (36), Multimilliardär Donald Trump (14) und Cruz (12 Prozent). In Wyoming kam Cruz auf 68 Prozent, vor Rubio (21) und Trump (8 Prozent), auf den Marianen siegte Clinton mit einem Vorsprung von 20 Prozentpunkten vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders. Bei den Vorwahlen geht es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für die offizielle Nominierung auf Parteitagen im Sommer. In Wyoming, Washington und auf den Marianen war insgesamt nur eine kleine Zahl zu gewinnen.

Hitziges Rennen

Generell wird das US-Wahlrennen um Trump immer hitziger. Am Samstagabend (Ortszeit) wurde er bei einem Wahlkampfauftritt in Kansas City (Missouri) immer wieder von Demonstranten unterbrochen. Er nannte sie schließlich "Müll" und drohte damit, von nun an jeden von ihnen zu verklagen. "Nehmt sie fest" forderte er zunehmend gereizt und irritiert von den Sicherheitsbeamten im Raum. Seinen Anhängern versprach er: "Wir werden das Land von diesen Leuten zurückerobern."

Auch vor dem Veranstaltungsgebäude demonstrierten Hunderte gegen Trump. Es kam zu vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei und mehreren Festnahmen. Dem Sender CNN zufolge war die Lage zu einem Zeitpunkt so angespannt, dass die Polizei Tränengas einsetzte. Bereits am Freitag war es zwischen Demonstranten und Anhängern Trumps vor einem geplanten Kundgebungsort in Chicago (Illinois) zu Handgemengen und Prügeleien gekommen. Die Situation eskalierte, nachdem Trump wegen der großen Zahl der Protestierenden kurzfristig seinen Auftritt abgesagt hatte.

Hoffman glaubt nicht an Trump
Schauspieler Dustin Hoffman (78) erklärte unterdessen, er glaube nicht, dass Donald Trump der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein wird. "Trump spricht vor allem die weniger gebildeten, weißen Amerikaner an", sagte Hoffman in einem Interview der "Welt am Sonntag". Die Gesellschaft der USA sei aber sehr vielschichtig. "Ich glaube nicht, dass Trump gewinnen kann, wenn nur diese eine Gruppe für ihn stimmt. Trump wird nicht Präsident", erklärte der zweifache Oscarpreisträger ("Rain Man", "Kramer gegen Kramer"). Zugleich sei er sich ziemlich sicher, dass Trump die Nominierung als Kandidat der Republikaner bekommen wird. "Er hat sie ja praktisch schon in der Tasche."

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