Erhöhte Tsunami-Gefahr für Italiens Küste

Vulkanologe

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Erhöhte Tsunami-Gefahr für Italiens Küste

Für die Südküste Italiens besteht nach Einschätzung eines bekannten Vulkanologen erhöhte Tsunami-Gefahr. Vor der Südküste gebe es einen großen Unterwasser-Vulkan voller Magma namens Marsili, dessen Wände instabil seien, zitierte die Zeitung "Corriere della Sera" am Montag den Präsidenten des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie, Enzo Boschi.

Ein Bruch der Vulkanwände würde den "schnellen Einsturz einer großen Menge Materials" verursachen. Dadurch würde eine Flutwelle ausgelöst, die die Küsten von Kampanien, Kalabrien und Sizilien erreichen könnte. "Das könnte schon morgen passieren", sagte Boschi. Genaue Vorhersagen seien nicht möglich.

Die große Magma-Menge in dem Unterwasser-Vulkan und dessen instabile Struktur deuteten darauf hin, "dass der Vulkan aktiv ist und jederzeit ausbrechen könnte", sagte Boschi. Der Marsili ist der größte Unterwasser-Vulkan Europas. Er befindet sich im Golf von Neapel, etwa 150 Kilometer vor der Küste Kampaniens. Der Vulkan ist 70 Kilometer lang, 30 Kilometer breit und rund 3.000 Meter hoch. Sein Krater befindet sich etwa 450 Meter unter dem Meeresspiegel.

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