Ex-Soldaten fesseln

Nordkoreas Gründungstag

 

Ex-Soldaten fesseln "Kim Jong-Il"

Mit patriotischen Liedern und Aufrufen zur Geschlossenheit hinter Machthaber Kim Jong Il hat Nordkorea am Donnerstag den 62. Jahrestag der Staatsgründung gefeiert. In den staatlichen Medien des Landes gab es jedoch zunächst keinen Hinweis darauf, ob das für Anfang September angekündigte Treffen der kommunistischen Partei in Pjöngjang schon begonnen hat. Die Ankündigung der Wahl des "höchsten Führungsgremiums" der Arbeiterpartei Ende Juni hatte weltweit Spekulationen ausgelöst, dass Kim dabei formell seinen jüngsten Sohn Kim Jong Un für die Nachfolge in Stellung bringen will.

Wichtigstes Parteitreffen seit 30 Jahren

Die nordkoreanische Zeitung "Rodong Sinmun" rief die Bürger des Landes zur Einheit um Partei und Kim Jong Il auf. Im Rundfunk wurden den Tag über patriotische Lieder gespielt, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua aus Pjöngjang. In den Straßen der Hauptstadt wehten überall Nationalflaggen. Als Zeichen der Verehrung hätten Menschen Blumen vor einer Bronzestatue des Vaters von Kim Jong Il und früheren Staatschefs, Kim Il Sung, niedergelegt.

Am Montag hatten nordkoreanische Medien berichtet, die Repräsentanten der Partei träfen in Pjöngjang ein. In Südkorea wurde deshalb vermutet, die Delegiertenversammlung stehe unmittelbar bevor. Beobachter sprechen vom wichtigsten Treffen der Partei seit 30 Jahren. 1980 wurde zuletzt ein Parteikongress abgehalten, bei dem Kim Jong Ils Berufung als Nachfolger offiziell bestätigt wurde. Er steht seit dem Tod seines Vaters 1994 an der Staatsspitze. Die Gesundheit des 68-Jährigen soll seit einem Schlaganfall stark angeschlagen sein. Kims Sohn steht nach Erkenntnissen von Nordkorea-Experten bereits seit längerem als künftiger Nachfolger fest.

Fesseln für Diktator
Auf südkoreanischer Seite stand am Gründunstag des Nachbarlandes der Protest im Vordergrund. Runn 100 ehemalige Soldaten der nordkoreanischen Armee versammelten sich in Seoul. Sie demonstrierten gegen Kim Jong-Il. Dazu fesselten sie einen Mann mit der Maske des Diktators an einen Pfahl.

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