Explosionen in israelischer Küstenstadt

Raketen?

Explosionen in israelischer Küstenstadt

Extremisten haben am Montag die israelische Touristenmetropole Eilat und die unmittelbar benachbarte jordanische Stadt Aqaba (Akaba) mit Raketen beschossen. Bei der Explosion einer Rakete im Hotelbezirk von Aqaba wurde am Montag nach Angaben des jordanischen Informationsministers Ali al-Ajed ein Mensch getötet, drei weitere wurden leicht verletzt. Zuvor war von vier Verletzen berichtet worden. In Eilat verfehlten mehrere Geschoße die Hotelkomplexe in Strandnähe und landeten im Meer. Hier gab es keine Schäden.

Die Raketen wurden nach übereinstimmenden Angaben aus Jordanien und Israel wahrscheinlich aus der unmittelbar an Eilat angrenzenden ägyptischen Sinaiwüste abgefeuert. Einen ähnlichen Angriff hatte es bereits im April gegeben. Die ägyptischen Sicherheitskräfte bestritten den Raketenabschuss. Nach ihrer Darstellung gibt es auf der Sinai-Halbinsel keinerlei militante Gruppen.

Keine Verletzten in Eilat
Im benachbarten israelischen Eilat gab es nach Angaben der Polizei keine Verletzten. Dort gingen die Behörden nach Angaben von Polizeichef Mosche Cohen Hinweisen von Anrainern nach, die insgesamt fünf Explosionen gehört hatten. Zwei der Geschoße seien wohl im Meer niedergegangen, eine weitere Rakete sei in Aqaba eingeschlagen. Auch wenn es noch etwas zu früh für endgültige Aussagen sei, nehme er doch an, dass die Raketen aus dem Süden, also dem angrenzenden ägyptischen Sinai, abgeschossen worden seien. Von dort aus hatten bereits mehrfach islamistische Extremisten versucht, Israel anzugreifen.

Zuletzt war Eilat am 22. April beschossen worden. Getroffen von zwei Raketen wurden aber Aqaba, das in unmittelbarer Nachbarschaft liegt. Dies war der erste Zwischenfall seit Jahren an der gewöhnlich ruhigen Grenze zwischen Israel und Jordanien. Zuvor war Eilat zuletzt 2007 von extremistischer Gewalt betroffen, als ein Selbstmordattentäter über die nur schwach mit einem Zaun gesicherte Grenze vom ägyptischen Sinai aus eindrang und sich in einer Bäckerei in die Luft sprengte. Dabei starben neben dem Attentäter drei Menschen.

Verfeindete Bevölkerungen
Ägypten und Jordanien sind die einzigen arabischen Nachbarn Israels, die einen Friedensvertrag mit dem jüdischen Staat geschlossen haben. Dennoch sind in den Bevölkerungen beider Staaten antiisraelische Vorbehalte weit verbreitet.

Nach Monaten relativer Ruhe haben die Spannungen in der Region in den vergangenen Tagen wieder stark zugenommen. Die israelische Luftwaffe griff am Wochenende mehrere Ziele im Gazastreifen an und reagierte damit auf Raketenbeschuss aus dem palästinensischen Küstengebiet.

Explosion im Gazastreifen
Bei einer Explosion in einem Haus eines ranghohen Mitglieds der im Gazastreifen herrschenden Hamas-Organisation wurden am Montag nach palästinensischen Angaben mindestens 42 Menschen verletzt. Die israelische Armee bestritt den Vorwurf, sie habe eine Rakete auf das Haus des Hamas-Kommandeurs Alaa al-Danaf im Flüchtlingslager Deir al-Balah abgefeuert. Nach Augenzeugenberichten aus Gaza könnte es sich um einen "Arbeitsunfall" handeln. In dem Gebäude lebten nach Hamas-Angaben fünf Familien. Außerdem gab es zehn kleine Läden.

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