Extremisten bekennen sich zu Anschlag Extremisten bekennen sich zu Anschlag

Terror in Uganda

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Extremisten bekennen sich zu Anschlag

Mit Terror und Tod endete für Dutzende von Fußballfans in Uganda das WM-Finale: Bomben explodierten am Sonntagabend in der Hauptstadt Kampala in einem äthiopischen Restaurant und einem Sportclub, mindestens 74 Menschen kamen ums Leben. Die Sprengsätze explodierten just, als die Besucher das Finale der Fußball-WM am Sonntagabend im Fernsehen anschauten.

Die somalische Extremistengruppe Al-Shabaab hat sich erwartungsgemäß nach einem Bericht des TV-Senders Al-Jazeera zu den beiden Bombenanschlägen bekannt. Zwei Selbstmordattentäter hatten zeitgleich auf öffentliche Live-Übertragungen des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft Anschläge verübt. Extremisten der Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida hatten bereits mehrfach mit Anschlägen in Uganda gedroht, weil das Land viele Soldaten der afrikanischen Friedenstruppe zur Stützung der somalischen Regierung stellt.

Präsident: Kämpft gegen Soldaten
Der Anschlag sei von der Art Terrorismus, vor der er gewarnt habe, sagte Präsident Yoweri Museveni am Montag beim Besuch eines der zerstörten Lokale. "Wenn ihr kämpfen wollt, nehmt euch Soldaten vor, aber werft keine Bomben auf Menschen, die nur Fußball sehen wollen!", sagte Museveni an die Adresse der Attentäter. Er nannte die Drahtzieher "verantwortungslos, rückwärtsgewandt und feige". Unter den Trümmern eines der beiden Lokale wurde der abgetrennte Kopf eines somalischen Staatsbürgers gefunden, möglicherweise eines der Selbstmordattentäter.

"Drei Minuten vor Ende des Spiels hat es geknallt. Es war so laut", schilderte ein Fußballfan den Augenblick des Anschlags. Schwer bewaffnete Polizisten riegelten die Tatorte ab und durchsuchten das Gebiet mit Spürhunden. Unter somalischen Flüchtlingen in Kampala ging unterdessen die Furcht vor Racheakten um. Die somalische Übergangsregierung, die nur einige Viertel der Hauptstadt Mogadischu kontrolliert, verurteilte die "verabscheuungswürdigen" Anschläge "auf die schärfste Weise".

Obama verurteilt Anschlag
Unter den Toten in Kampala ist auch ein US-Bürger. Präsident Barack Obama verurteilte die Anschläge und bot der Regierung in Kampala Hilfe bei der Jagd nach den Attentätern an.

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