Fahnder bei Neonazi-Jagd behindert?

Deutschland

Fahnder bei Neonazi-Jagd behindert?

Bei der jahrelangen Fahndung nach dem deutschen Neonazi-Trio wurden möglicherweise mehrere Chancen auf eine Festnahme verpasst. Es gebe ein halbes Dutzend Aktennotizen, die dies für die Zeit zwischen 2000 und 2002 nahelegten, berichtete die "Thüringer Allgemeine" aus einer vertraulichen Sitzung des Thüringer Justizausschusses am Donnerstag. LKA-Zielfahnder hätten sich wiederholt über Behinderungen ihrer Ermittlungen Anfang der 2000er Jahre beschwert.

Derzeit prüft eine vom Innenministerium in Erfurt eingesetzte unabhängige Kommission noch einmal alle Berichte der Thüringer Ermittler zum Neonazi-Trio. Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe werden für mindestens zehn Morde, mehrere Raubüberfälle und Bombenanschläge verantwortlich gemacht. Mundlos und Böhnhardt sollen sich nach einem Banküberfall in Eisenach Anfang November selbst erschossen haben, Beate Zschäpe sitzt in Untersuchungshaft.

Die Sicherheitsbehörden hatten im Zusammenhang mit den Ermittlungen diverse Pannen eingeräumt. 1998 konnte das Trio aus Thüringen untertauchen. Die Polizei hatte dem Thüringer Generalstaatsanwalt Hartmut Reibold zufolge schon im März 2002 Hinweise auf den Aufenthaltsort der Terroristen in Chemnitz. Politiker sprechen von schweren Ermittlungsfehlern.

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