Volksverhetzung in der Schweiz aufgezeigt

Hetzinserat

Volksverhetzung in der Schweiz aufgezeigt

Die Schweizer Bischofskonferenz wirft der mitregierenden rechtskonservativen Schweizer Volkspartei (SVP) Volksverhetzung vor. Die Partei prangert in Anzeigen mit dem Titel "Kosovaren schlitzen Schweizer auf" Gewalttaten kosovarischer Zuwanderer an. Die Medien- und die Migrationsfachstelle der Bischofskonferenz protestierten nun laut Kathpress "aufs Schärfste" gegen die  Kampagne.

Unverhohlener Hass
"Die Publikation dieses Hetzinserates stellt einen erneuten Dammbruch in der politischen Kultur der Schweiz dar", erklärten die Bischöfe. Auf diese Weise werde ein Verbrechen zweier Täter zum Verbrechen einer ganzen Volksgruppe gemacht und unverhohlen Hass gegen die Zuwanderer geschürt. Die Kirche forderte Medien und Verlage auf, "dieser gotteslästerlichen Menschenverachtung keinen Platz mehr einzuräumen". Zugleich begrüßte sie die Entscheidung einiger Zeitungen, den Abdruck der Anzeige abzulehnen.

Straftaten als Auslöser
Mitte August hatte ein 59-jähriger Kosovare in Pfäffikon bei Zürich seine Frau sowie die Leiterin des Sozialamtes erschossen. Am gleichen Tag wurde einem Kommunalpolitiker der SVP aus dem Kanton Bern bei einer Auseinandersetzung mit zwei kosovarischen Männern im Alter von 31 und 33 Jahren die Kehle durchgeschnitten; er überlebte Medienberichten zufolge knapp. In der Schweiz leben rund 170.000 kosovarische Zuwanderer.
 

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