Familie verklagt Red Bull auf 62 Mio.

New York

Familie verklagt Red Bull auf 62 Mio.

Die Familie eines Mannes in Brooklyn (New York) behauptet vor Gericht: Das Muntermacher­getränk verlieh ihm keine Flügel, sondern verursachte einen Herzstillstand.

Sie klagt wegen fahrlässiger Tötung auf 62 Millionen Euro. Es soll laut US-Medien die erste derartige Klage sein. Droht nun eine ganze Welle ruinöser Prozesse?
Bauarbeiter Cory Terry (33), Vater eines Sohnes (13), spielte im November 2011 Basketball. Nach 45 Minuten kippte er eine Dose Red Bull, erfuhr Schwindelgefühle und brach zusammen. Im Totenschein stand „idiopathische Kardiomyopathie“, kurz Herzstillstand.

„Er war gesund“, so die Oma Patricia Terry, „doch er trank dauernd Red Bull.“ In dem Getränk seien „stimulierende Substanzen, anders als etwa im Kaffee“, behauptet Anwalt Ilya Novofastovsky: „Die Getränke sind gefährlicher, als der Hersteller zugibt.“ Terrys Verwandtschaft wirkt aber als Dauerkläger: Zuerst klagte sie die Rettung, weil sie 40 Minuten für den Transport ins Spital brauchte.

US-Behörde: 18 Tote durch diverse Energydrinks
„Unbedenklich“. Red Bulls US-Ableger konterte: 35 Milliarden Dosen wurden in 165 Ländern verkauft, überall wäre das Getränk als „unbedenklich“ eingestuft worden. Dennoch protokollierte die US-Behörde FDA bisher 18 Todesfälle durch Energydrinks.

(bah)

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