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Feuer in der Ostukraine eingestellt

Ukraine-Krise

Feuer in der Ostukraine eingestellt

Nach der Einigung zwischen Kiew und prorussischen Separatisten auf eine Waffenruhe in der Ostukraine haben beide Seiten von einem Ende der Kämpfe berichtet. Das teilten der ukrainische Sicherheitsrat und die Aufständischen am Freitag russischen Agenturen zufolge mit. Um Punkt 18.00 Uhr (17.00 MESZ) sei das Feuer eingestellt worden, sagte der Sprecher des Sicherheitsrats, Andrej Lyssenko.

Ein zudem geplanter Austausch von Gefangenen beginne voraussichtlich am Samstag, kündigte er an. Die Separatisten halten nach eigenen Angaben mehr als 1.000 ukrainische Soldaten gefangen, die prowestliche Regierung demnach etwa 200 moskautreue Kämpfer.

Friedensplan unterzeichnet
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, ein Vertreter der pro-russischen Separatisten sowie die OSZE hatten zuvor eine Einigung auf eine Waffenruhe bestätigt. Der Friedensplan sei unterzeichnet worden und werde noch am Freitag in Kraft treten, erklärte Poroschenko in Kiew.

Die NATO hat als Antwort auf das Eingreifen Russlands in der Ukraine-Krise einen Plan für eine verstärkte Präsenz in Osteuropa beschlossen. "Heute haben wir uns geeinigt, eine Speerspitze innerhalb unserer schnellen Eingreiftruppe zu schaffen", sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Freitag beim NATO-Gipfel im walisischen Newport.

Die "Speerspitze" soll "mehrere tausend" Mann zu Boden, Luft sowie Spezialkräfte binnen weniger Tage mobilisieren können. Jeden potenziellen Angreifer solle klar sein, dass er dann auf NATO-Truppen stoßen würde, sagte Rasmussen.

Schlacht um Mariupol

Unmittelbar vor der Waffenruhe sind die Rebellen im Osten der Ukraine nach eigenen Angaben in die strategisch wichtige Stadt Mariupol am Asowschen Meer vorgedrungen. Dies berichtete die russische Agentur Interfax am Freitag unter Verweis auf eine nicht näher genannte Quelle innerhalb der Rebellen. Aus Kiew hieß es, man habe weiterhin die Kontrolle über die Küstenstadt.

Um die Stadt toben seit langem heftige Kämpfe, diese waren auch am Freitag nicht abgeflaut. In der weißrussischen Hauptstadt Minsk sind unterdessen Vertreter der Konfliktparteien zu Friedensgespräche zusammengekommen. Kiew hatte im Vorfeld erklärt, ab 13.00 MESZ eine Waffenruhe einhalten zu wollen

Video zum Thema Mariupol unter Beschuss

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