Fleisch ging nach Polen und Tschechien

Dioxin-Skandal

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Fleisch ging nach Polen und Tschechien

Mit Dioxin belastetes Schweinefleisch aus Deutschland ist nach Polen und Tschechien verkauft worden. Das Gesundheitsministerium von Sachsen-Anhalt teilte am Donnerstag mit, dass Ende Dezember 35 Schweine von einem Hof in Niedersachsen an einen Schlachthof in Sachsen-Anhalt geliefert worden seien und ihr Fleisch dann an einen Betrieb in Polen und zwei Weiterverarbeiter in Tschechien verkauft worden sei. Ein Rückruf sei veranlasst worden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit werde die Staaten informieren.

Insgesamt waren von Anfang bis Ende Dezember 180 Schweine von einem Hof im niedersächsischen Kreis Verden an einen Schlachthof in Weißenfels in Sachsen-Anhalt geliefert worden. Der Hof war Anfang Jänner gesperrt worden, nachdem dort stark mit Dioxin belastete Schweine gefunden worden waren. Das Gesundheitsministerium in Magdeburg versucht derzeit herauszufinden, wohin das Fleisch der restlichen 145 Schweine geliefert wurde.

Deutsche Landwirtschaftsministerin will Anzeigepflicht
Die deutsche Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will als Konsequenz des Dioxin-Skandals eine Anzeigepflicht für die Ergebnisse von Futtermittelkontrollen einführen. "Die Testergebnisse müssen den Länderbehörden verpflichtend zur Verfügung gestellt werden", sagte sie der "Passauer Neuen Presse" (Freitagsausgabe). "Es wird klar definiert, was in Futtermittel darf. Und das, was reinkommt, muss getestet werden." Für die Qualitätskontrolle von Futtermitteln fordert Aigner bundeseinheitliche Standards. Mehr Kontrollen in den Ländern sollen geprüft werden: "Auch über die Kontrolldichte müssen wir uns unterhalten, wenn das auch einzelnen Ländern nicht gefällt."

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