Flüchtlings-Rückführung kommt kaum voran

Griechenland

Flüchtlings-Rückführung kommt kaum voran

Erstmals seit über zwei Wochen sind wieder syrische Flüchtlinge von Griechenland in die Türkei abgeschoben worden. Wie das griechische Bürgerschutzministerium am Freitagabend mitteilte, handelte es sich um vier Männer, eine Frau und zwei Kinder. Alle hätten freiwillig darauf verzichtet, in Griechenland Asyl zu beantragen.

Damit steigt die Zahl der Flüchtlinge, die seit dem 4. April im Rahmen des EU-Flüchtlingspakts mit der Türkei abgeschoben wurden, auf 509.

Schleppende Rückführung

Der Flüchtlingspakt sieht vor, dass die Menschen zurückgeschickt werden können, weil es sich bei der Türkei um ein "sicheres Drittland" handelt. Zuvor aber können sie Asyl beantragen. Mangels Personal und angesichts der großen Zahl von Anträgen kommt deren Bearbeitung und damit die Rückführung jedoch nur schleppend voran. Zudem haben griechische Richter wiederholt Asylanträgen stattgegeben mit dem Hinweis, dass die Asylsuchenden in der Türkei nicht sicher seien.

Keine neuen Flüchtlinge

Auf den griechischen Inseln Lesbos, Chios, Samos, Kos und Leros sitzen mittlerweile fast 14.000 Flüchtlinge und Migranten fest. Täglich setzen immer noch mehrere Dutzend, an manchen Tagen auch mehrere hundert Menschen illegal über. Überraschend verzeichnete der griechische Flüchtlingskrisenstab von Freitag auf Samstag erstmals seit langem keine neuen Flüchtlinge. Ursache dafür könnte das Wetter sein - in der östlichen Ägäis wehte in diesem Zeitraum starker Wind.

Die Auffanglager der Inseln bieten nur 7.450 Plätze und sind durch den geringen, aber steten Zustrom längst heillos überfüllt. Immer wieder kommt es deshalb mittlerweile zu Protesten und Krawallen.

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