Flugzeug in Teheran abgestürzt: 37 Tote

Iran

Flugzeug in Teheran abgestürzt: 37 Tote

In unmittelbarer Nähe eines Wohngebiets ist in der iranischen Hauptstadt Teheran ein Flugzeug abgestürzt und hat mindestens 38 Menschen in den Tod gerissen. Wie der staatliche Fernsehsender IRIB berichtete, wurden zehn Menschen verletzt. Ob sie mit ihren Verbrennungen durchkommen, war zunächst fraglich.

Motorschaden

Die kleine Passagiermaschine des Typs Antonow 140 der iranischen Sepahan Airlines verunglückte am Sonntagmorgen kurz nach ihrem Start auf dem Inlandsflughafen Mehrabad in Teheran. Ursache war anscheinend ein Motorschaden. Die Maschine stürzte in die Wand einer Lagerhalle im militärischen Bereich des Flughafens. Gleich dahinter befinden sich das Wohngebiet Asadi und die Landstraße zwischen Teheran und der Stadt Karadsch. Auf der Straße herrschte zum Zeitpunkt des Absturzes reger Verkehr. Nach ersten Informationen kam dort aber niemand zu Schaden.

Auf Bildern war eine riesige schwarze Rauchwolke zu sehen. Die Maschine sollte um 9.15 Uhr Ortszeit (6.45 Uhr MESZ) nach Tabas südöstlich von Teheran fliegen. Sie war nach Angaben der zivilen Luftverkehrsbehörde vor dem Start überprüft worden. Das Flugzeug sei in einem einwandfreien Zustand gewesen. Der Billigflieger Sepahan Airlines soll acht dieser Antonow-140-Maschinen besitzen.

Gegen Lagerhalle geprallt
Statt nach links bog die Unglücksmaschine kurz nach dem Start plötzlich nach rechts Richtung Militärbereich ab. "Im Kontrollturm wusste man sofort, dass da etwas nicht stimmt", sagte ein Helfer der Organisation Roter Halbmond. Sekunden später krachte die von einem ukrainischen Piloten geflogene Maschine gegen die Wand der Lagerhalle. "Ich schaue mir immer den Abflug der Flugzeuge an, doch heute kam mir das seltsam vor", sagte ein Augenzeuge, der im Asadi-Viertel wohnt und arbeitet. Die Maschine sei halb auf dem Boden, halb in der Luft geflogen - direkt auf die Lagerhalle zu.

Wäre die Maschine abgehoben, hätte sie über dem dicht besiedelten Wohngebiet abstürzen können. "Hier leben und arbeiten Tausende von Menschen, die Katastrophe will ich mir gar nicht vorstellen", sagte ein Feuerwehrmann am Absturzort. Die Leichen waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Unter den Toten sind sieben Kinder.

Zur Zahl der Opfer gab es zunächst unterschiedliche Angaben: Zwischenzeitlich war von 48 Toten - darunter 40 Passagiere und 8 Crewmitglieder - die Rede.

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