Flugzeugabsturz: Doch keine Österreicher an Bord

Alle Insassen tot

Flugzeugabsturz: Doch keine Österreicher an Bord

Bei dem Absturz eines Passagierflugzeugs auf Kuba dürfte vermutlich ein Ausläufer des in der Karibik tobenden Wirbelsturms Tomas eine Rolle gespielt haben. Die genaue Ursache des Unglücks war zunächst aber nicht bekannt. An Bord des Flugzeugs der staatlichen kubanischen Gesellschaft Aerocaribbean waren 40 Kubaner und 28 Ausländer, darunter Deutsche, Niederländer, Franzosen, Italiener und Spanier. Österreicher waren entgegen ersten Meldungen wahrscheinlich nicht an Bord, sondern vermutlich Australier, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Wien.

Diashow Flugzeugabsturz in Kuba

Flugzeugabsturz in Kuba

Bei einem Flugzeugabsturz in Kuba starben alle 68 Insassen.

Flugzeugabsturz in Kuba

Auf der Passagierliste standen auch zwei Österreicherinnen. Dies stellte sich aber als Verwechslung heraus.

Flugzeugabsturz in Kuba

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Flugzeugabsturz in Kuba

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Niemand überlebte
Die zweimotorige Turboprop-Maschine vom Typ ATR-72-212 mit der Flugnummer 883 war am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in der Nähe des kleinen Ortes Guasimal in der Provinz Sancti Spiritus, rund 360 Kilometer östlich von Havanna, auf die Erde gestürzt. Keiner der Insassen habe das Unglück überlebt, berichtete das offizielle Internetportal Cubadebate.cu in der Nacht zum Freitag. Der Pilot hatte kurz vor dem Absturz um 17.42 Uhr (Ortszeit) noch einen Notruf abschicken können, danach riss der Funkkontakt ab.

Augenzeugen berichteten, die Maschine habe einige abrupte Schwenks gemacht und sei dann abgestürzt. Beim Aufprall ging das Flugzeug in Flammen auf. Das Unglück ereignete sich in einer schwer zugänglichen Bergregion in der Nähe von Kubas größtem Stausee Zaza. Die Bergungsmannschaften bahnten sich mit einem Bagger den Weg zur Absturzstelle.

Größtes Unglück 1989
Die ATR 72 ist ein Regionalflugzeug aus französisch-italienischer Produktion und verfügt über maximal 68 Sitzplätze und eine Reichweite von bis zu 1195 Kilometern. ATR ist der weltgrößte Hersteller von Turboprop-Regionalflugzeugen und gehört je zur Hälfte dem Airbus-Konzern EADS und der italienischen Alenia Aeronautica.

Das Unglück war eines der schwersten in der Geschichte der kubanischen Luftfahrt. Die schlimmste Katastrophe hatte sich im März 1989 ereignet, als eine Maschine vom Typ Il-62 kurz nach dem Start in Havanna in eine Siedlung stürzte. 115 Passagiere und 40 Bewohner der Siedlung kamen ums Leben. Die Opfer waren überwiegend italienische Urlauber. Zuletzt war in Kuba im März 2002 ein Flugzeug abgestürzt. Damals starben 16 Insassen, darunter zwei Deutsche.

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