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Kolumbien:

Fortschritte bei Friedensgesprächen

Bei den Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der linksgerichteten FARC-Guerilla auf Kuba haben beide Seiten von Fortschritten gesprochen. Es gebe Übereinstimmungen, teilte der Chef der Regierungsdelegation, Humberto de la Calle, am Donnerstagabend (Ortszeit) in Havanna mit. "Die Gespräche finden in einem Klima des Respekts und breiten Dialogs statt", sagt er. Es gebe aber auch deutliche Meinungsverschiedenheiten.

Die Guerilla erklärte, es seien gemeinsame Standpunkte gefunden worden. "Es gibt Annäherungen, aber natürlich auch Differenzen", sagte FARC-Sprecher Seusis Pausivas alias "Jesus Santrich". In den vergangenen knapp zwei Wochen hatten beide Seiten vor allem über die Situation der Landbevölkerung gesprochen. Die Rebellen fordern mehr Rechte für Kolumbiens Bauern und kritisieren die Macht der Großgrundbesitzer.

Zudem verlangt die Guerilla, dass ein etwaiges Friedensabkommen von einer verfassungsgebenden Versammlung abgesegnet wird. Die Regierung lehnt das ab. Präsident Juan Manuel Santos stellte aber ein Referendum in Aussicht.

Die Verhandlungen mit den "Revolutionären Streitkräften Kolumbiens" (FARC) zur Lösung des fast 50 Jahre währenden blutigen Konflikts waren im Oktober 2012 in der norwegischen Hauptstadt Oslo eröffnet worden. Die konkreten inhaltlichen Verhandlungen begannen am 19. November in Havanna. Vergangene Woche hatte die Guerilla eine zweimonatige einseitige Feuerpause für beendet erklärt.

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