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Frachter droht zu zerbrechen

Vor Neuseeland

Frachter droht zu zerbrechen

Eine Woche nach dem Schiffsunglück vor der Küste Neuseelands scheinen die Behörden den Kampf gegen die drohende Umweltkatastrophe verloren zu haben. Am Rumpf des auf ein Riff aufgelaufenen Containerschiffs seien "Spannungsrisse" entdeckt worden, sagte Premierminister John Key am Mittwoch. Es sei nicht mehr auszuschließen, dass der Frachter dem Druck der Wellen nicht mehr standhalte und auseinanderbreche.



Das Containerschiff war am vergangenen Mittwoch rund 20 Kilometer vor der Küste der neuseeländischen Nordinsel auf ein Riff aufgelaufen. Durch einen Riss sickerten bereits bis zu 300 Tonnen Schweröl in die bei Touristen beliebte Plenty-Bucht. Insgesamt hatte der Frachter 1700 Tonnen Öl an Bord. Nur ein Bruchteil konnte abgepumpt werden, dann musste die Aktion wegen schlechten Wetters und hohen Seegangs abgeblasen werden. Zudem bekam das Schiff zunehmend Schlagseite: Mindestens 70 der rund 1370 geladenen Container gingen von Bord, wie die Schifffahrtsbehörde MNZ mitteilte. Unter ihnen sei jedoch keiner mit gefährlichen Substanzen gewesen.

Der philippinische Kapitän des Frachters wurde inzwischen festgenommen und vor ein Gericht der Hafenstadt Tauranga gebracht. Ihm wird vorgeworfen, mit der Führung seines Schiffs für "unnötige Gefahren und Risiken" gesorgt zu haben. Ihm drohen eine hohe Geldstrafe oder bis zu zwölf Monate Haft. Bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 19. Oktober wurde er gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Örtlichen Medienberichten zufolge ist er erst seit März Kapitän des havarierten Frachters.

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