Frankreich lädt Ashton zum Französischkurs

Vokabeln vergessen

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Frankreich lädt Ashton zum Französischkurs

Die französische Regierung hat der aus Großbritannien stammenden EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton einen Sprachaufenthalt in Frankreich nahegelegt. Europa-Staatssekretär Pierre Lellouche habe ihr dies kürzlich bei einem Treffen in Brüssel empfohlen, berichtete die Zeitung "Le Figaro" (Mittwoch-Ausgabe). Ashton habe ihm versichert, dass sie noch vor dem Sommer für eine Woche eine Sprachschule in der Provence besuchen wolle. "Ich kann eigentlich sehr gut Französisch, aber ich habe das Vokabular vergessen", habe sie in der Sprache des Staatssekretärs gesagt.

Besserwisserisches Frankreich
"Le Figaro" zeigte sich besorgt, dass dieser "sprachliche Patriotismus" das Image eines arroganten und besserwisserischen Frankreichs verstärken könnte. "Sollten wir nicht erst vor der eigenen Tür kehren, wo so viele Politiker so gut wie kein Englisch sprechen?", schrieb das Blatt. Präsident Nicolas Sarkozy zählt unter anderem auch dazu. Erst kürzlich hatte die deutsche Regierung bei Ashton darauf gedrungen, dass im neuen Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) möglichst viele Beamte Deutsch sprechen. Außenminister Guido Westerwelle schrieb der EU-Außenbeauftragten, die deutsche Sprache müsse bei der Schaffung des EAD "möglichst weitgehend verwendet" werden.

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