Frau bekommt Zwillinge - Arzt muss 90.000 Euro zahlen

Ungewollte Schwangerschaft

Frau bekommt Zwillinge - Arzt muss 90.000 Euro zahlen

Ein Münchner Ehepaar ließ sich im Jahr 2011 von einem Gynäkologen beraten, um einer Schwangerschaft vorzubeugen. Zu dieser Zeit lebte das Paar zufrieden mit zwei Kindern in einer Dachwohnung.

Der Frauenarzt schlug der Münchnerin daraufhin ein Hormonstäbchen vor, das im Oberarm eingespritzt wird. Durch die Hormone, die das Kunststoffstäbchen freisetzt, soll eine Schwangerschaft verhindert werden.

Zwillingsschwangerschaft

Nur wenige Monate nach dem Eingriff fühlte sich die Frau jedoch immer wieder schlapp und müde. Eine Untersuchung brachte daraufhin ein überraschendes Ergebnis: Sie war schwanger - mit Zwillingen.

Klage

Eine Abtreibung oder Adoption kam für das Paar nie in Frage. "Sie erfreuen sich vielmehr jeden Tag an ihren nunmehr vier Kindern - eine sechsköpfige Familie entsprach jedoch nicht deren Lebensplanung", erklärte die Anwältin des Ehepaars laut dem FOCUS. Aus diesem Grund klagten die Eltern den Frauenarzt vor Gericht.

Schadensersatz

Da ein Gutachter ausschließen konnte, dass das Stäbchen kaputt war oder ein Produktionsfehler vorlag, war der Gynäkologe schließlich in der Pflicht, seine Unschuld zu beweisen. Dies war jedoch zu wenig, weshalb das Gericht eine Zahlung von 60.000 Euro Schadensersatz vorschlug. Doch dem Paar war der Betrag zu wenig. Mindestens 90.000 Euro verlangten die beiden - laut Richterentscheid muss der Gynäkologe das Geld nun auch bezahlen.

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