G-20-Gewalt: Österreicher mittendrin

Krawalle in Hamburg

G-20-Gewalt: Österreicher mittendrin

Trump, Erdogan und Putin saßen schon längst in ihren Jets, für 216 österreichische Polizisten ging der Einsatz in Hamburg nach dem G-20-Gipfel weiter: Vor allem 75 Wega- und 20 Cobra-Polizisten, die zur Unterstützung der deutschen Beamten vor Ort sind, waren abermals in der Kampfzone im Einsatz – im Schanzenviertel in Hamburg, Zentrum der links­autonomen Szene.

Die Wega-Beamten waren gemeinsam mit deutschen Kollegen sogar direkt vor der „Roten Flora“ postiert, der Hochburg der 1.500 Gewalt-Chaoten vom Schwarzen Block und dem absoluten Hotspot während der tagelangen Straßenschlachten mit Feuerkrawallen, Plünderungen, abgefackelten Autos.

Video zum Thema Anti-G20-Demo in Hamburg eskaliert
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Mit Holzlatten und Steinen gegen Polizeieinheiten

Während 70.000 in Hamburg friedlich demonstrierten, ging im Schanzenviertel der Krieg weiter. Abermals flogen Flaschen. Pflastersteine wurden herausgerissen und gegen die Wega-Beamten geschleudert. Vier Wega-Polizisten wurden verletzt. Sie bekamen Pflastersteine an den Kopf geschleudert, einer wurde am Knie getroffen: „Nur Schutzhelm, Visier und Knieschützer verhinderten schwerere Verletzungen“, sagt Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums.

Hamburg © Getty

Insgesamt wurden 416 Polizeibeamte in Hamburg verletzt, 186 Randalierer festgenommen, gegen 37 Rädelsführer gibt es Haftbefehle. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz gestand zerknirscht Fehler ein: „Es wurde alles unternommen, aber das war zu wenig.“ Nur US-Präsident Trump sah es gelassen: „Alle fühlten sich sicher – trotz der Anarchisten“, twitterte er vor dem Abflug vom G-20-Gipfel in Hamburg.

Sobotka: »Angriffe auf Exekutive sind nicht zu tolerieren«

sobotka605.jpg © APA

ÖSTERREICH: Vier Wega-Beamte wurden mit Pflastersteinen attackiert und verletzt.

Wolfgang Sobotka: Sie haben leichte Verletzungen, sind aber wieder einsatz­fähig. Wir sprechen hier von Blutergüssen. Das Verhalten einiger Demonstranten muss Konsequenzen haben. Angriffe auf Exekutivbeamte sind nicht zu tolerieren, Punkt.

ÖSTERREICH: Warum sind Wega und Cobra in Hamburg?

Sobotka: Unsere Elite­einheiten sind weltweit spitze und bei Großereignissen immer wieder gefragt. So wie uns deutsche Beamte unterstützen, wurden wir jetzt gebeten, in Hamburg Hilfe zu leisten.

ÖSTERREICH: Wäre so eine Gewaltorgie bei uns denkbar?

Sobotka: Gewalt und Terror kann man niemals zur Gänze ausschließen. Man kann sich aber dementsprechend vorbereiten und aus der Vergangenheit lernen. Genau darin sehe ich als ­Innenminister meine Aufgabe. Diese Bilder bestätigen, dass wir mit der Anpassung des Versammlungsrechts richtigliegen. Manchmal dauert es leider, den Koalitionspartner zu überzeugen, aber beim Sicherheitspaket ist uns das jetzt gelungen.

(wek)

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