24. September 2012 09:35
Wenn Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi († 69) Schulen besuchte, nannte er sich selbst „Papa“. Legte er dann einem Mädchen väterlich die Hand auf den Kopf, bedeutete das nichts Gutes: Das so ausgewählte Kind wurde in den Harem des Tyrannen verschleppt. Die jungen Mädchen wurden vergewaltigt, geschlagen und erniedrigt – viele über Jahre. Von ihrem Schicksal berichten einige Opfer jetzt in einem neuen Buch der französischen Journalistin Annick Cojean: „Die Beute – Im Harem von Gaddafi“.
Ausgeliefert
Soraya, heute 23, damals 15, verweigerte sich Gaddafi anfangs. Da verprügelten seine Untergebenen das Mädchen, brachten es dann zu ihrem Herrn. Der lag nackt auf seinem Bett im Palast, sagte: „Hab keine Angst. Ich bin dein Papa. Du bleibst für immer bei mir.“ Im Harem vergewaltigte Gaddafi Soraya regelmäßig, urinierte sogar auf sie.
Leben zerstört
Der Diktator wurde 2011 getötet. Aber viele seiner Haremsmädchen leiden noch heute: Weil sie keine Jungfrauen mehr sind, werden sie von ihren Familien verstoßen.
VIDEO: So verlief Gaddafis Gefangennahme
Gaddafi getötet: Sein Leben in Bildern
Ein Beduine als Paradiesvogel
Gaddafi wurde im September 1942 in einem Zelt in der libyschen Wüste in der Nähe der Küstenstadt Sirte geboren.
Ein Beduine als Paradiesvogel
Später besuchte er die Militärakademie in Bengasi und ging für ein halbes Jahr zur weiteren Ausbildung nach Großbritannien.
Ein Beduine als Paradiesvogel
An die Macht kam der damals 29-Jährige am 1. September 1969 - vor genau 42 Jahren.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Auf seine Reisen nahm er stets ein Beduinenzelt mit. Gewohnt hat er allerdings in Luxus-Hotels.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Historische Aufnahme: Gaddafi mit Kubas Revolutionsführer Castro.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Jörg Haider war gern gesehener Gast in Libyen.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Auch Obama machte ihm seine Aufwartung
Ein Beduine als Paradiesvogel
Der von ihm gegründete Bund der "Freien Offiziere" hatte den greisen König Idriss in einem unblutigen Putsch vom Thron gestoßen.
Ein Beduine als Paradiesvogel
Gaddafi wollte stets in die Fußstapfen des charismatischen Araberführers Gamal Abdel Nasser aus Ägypten treten.
Ein Beduine als Paradiesvogel
Dieser sagte kurz vor dem Tod sagte: "Du bist mein Sohn und mein Erbe."
Ein Beduine als Paradiesvogel
Mit seinen theaterreifen Auftritten und seiner Frauenleibwache sorgt er immer wieder für Aufsehen - mal im weißen Beduinengewand, mal in Operettenuniform oder italienischem Designeranzug
Ein Beduine als Paradiesvogel
Gaddafi liebt die Provokation - und ist immer für eine Überraschung gut.
Ein Beduine als Paradiesvogel
Berlusconi zählte zu seinen Freunden.
Ein Beduine als Paradiesvogel
Zu Italien unterhielt er exzellente Beziehungen.
Ein Beduine als Paradiesvogel
Jetzt ist das Ende des Wüsten-Fuchses gekommen. In Tripolis haben die Rebellen die Macht übernommen. Am 20. Oktober 2011 wurde er in Sirte getötet.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Handshake mit Alfred Gusenbauer, 2007.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
2005 bei einem Immigrations-Gipfel noch ohne Bart.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Ausstraffiert besuchter er 2009 den italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Gaddafi zeigte sich gerne als Familienmensch. Hier in einem Homevideo mit seiner Enkelin aus dem Jahr 2005.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Auch bei Romano Prodi war Gaddafi 2004 zu Gast.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Im April 2011 glaubte er noch ein einen Sieg im Kampf gegen die Rebellen.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
2010 war für Gaddafi noch alles in Butter.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Mittlerweile wurden beide entmachtet: Hosni Mubarak (l.) und Muammar Gaddafi, anno 1991.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
2010: Staatsoberhäupter als Kumpels. Gaddafi lehnt lässig auf den Schultern des yemenitischen Präsidenten Ali Abdulla Saleh und des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
2007 war zwischen Gaddafi und Sarkozy noch alles in Ordnung.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Beim G8-Gipfel 2009 in L'Aquila trafen sich Obama und Gaddafi persönlich.
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Ein Beduine als Paradiesvogel
Die gleichen Lügen, wie US Botschafterin Rice damals mit den containern voll Viagra. Nur jetzt will eine Französin mit ihren kranken Vergewaltigungsfantasien ein paar Euro verdienen. Die Leute glauben echt alles, solangs nur wo geschrieben steht.