Gaza-Hilfsboot mit Gewalt gestoppt?

Schwerer Vorwurf

Gaza-Hilfsboot mit Gewalt gestoppt?

Jüdische Aktivisten haben den israelischen Streitkräften die Anwendung grober Gewalt beim Stopp eines Bootes mit Hilfsgütern für den abgeriegelten Gazastreifen vorgeworfen. Gegen seinen Bruder sei ein Taser eingesetzt worden, als er sich während seiner Festnahme hingesetzt und an einem anderen Besatzungsmitglied festgehalten habe, sagte Itamar Schapira am Mittwoch. Der 67-jährige Kapitän der "Irene" sei umgestoßen worden. Die Truppen hatten erklärt, der Einsatz am Dienstag sei ohne jede Gewaltanwendung verlaufen. Drei der vier ausländischen Aktivisten an Bord wurden bereits abgeschoben.

"Provokanter Witz"
Die "Irene" wurde am Dienstag zum israelischen Hafen Aschdod eskortiert. Die jüdischen Aktivisten aus Deutschland, Israel, Großbritannien und den USA wollten unter anderem Medikamente, Spielzeug und Geräte zur Wasseraufbereitung in den Gazastreifen bringen. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums hatte ihre Aktion als "provokanten Witz" bezeichnet.

Israelische Soldaten hatten bei einem Militäreinsatz gegen eine Hilfsflotte für den Gazastreifen Ende Mai neun propalästinensische Aktivisten getötet. Die Folge waren scharfe internationale Proteste gegen das Vorgehen der Regierung in Jerusalem.

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