29. April 2010 08:14
Die frühere US-Präsidentengattin Laura Bush hält es für möglich, dass sie
und ihr Mann, der damalige Präsident George
W. Bush, während eines Deutschland-Besuchs 2007 vergiftet wurden. In
ihren Memoiren "Spoken From the Heart" (übersetzt: Aus dem Herzen
gesprochen) berichtet die ehemalige First Lady, wie sie beide und ein Teil
des mitreisenden Mitarbeiterstabes beim G-8-Gipfel in Heiligendamm plötzlich
erkrankten und das Bett hüten mussten. Ärzte und Geheimdienst hätten damals
untersucht, ob es sich um eine Vergiftung handelte, eine endgültige
Schlussfolgerung sei jedoch nicht gezogen worden, berichtete der US-Sender
CNN am Mittwoch.
Geheimdienst "in höchster Alarmstufe"
Die
Memoiren kommen Anfang Mai auf den Markt, aber CNN hat nach eigenen Angaben
bereits ein Exemplar vorliegen. Wie der Sender schildert, schreibt Laura
Bush, dass ihr Mann in Heiligendamm einige Treffen versäumte, weil es ihm
schlecht ging. "Fast ein Dutzend Mitglieder unserer Delegation war
betroffen", zitiert CNN aus dem Buch. Der Geheimdienst sei "in
höchste Alarmstufe"gegangen, habe die gesamte Gegend nach
möglichen Giften abgesucht. "George
(Bush) war so krank, dass er bei einem Treffen mit (dem französischen
Präsidenten) Sarkozy nicht einmal aufstehen konnte, um ihn zu begrüßen."
Nach Angaben von CNN blieb Bush tatsächlich beim G8-Gipfel einigen Treffen
fern, was das Weiße Haus seinerzeit knapp damit erklärt habe, dass sich der
Präsident anscheinend einen Virus eingefangen habe. Laura Bush ihrerseits,
so CNN, stellt in ihren Memoiren fest, dass nie bekanntgeworden sei, ob auch
andere Delegationen erkrankten "oder ob unsere, auf geheimnisvolle
Weise, die einzige war".