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30 Menschen nach Protesten vermisst

Georgien

30 Menschen nach Protesten vermisst

Nach den gewaltsam beendeten Protesten gegen den georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili werden in der Südkaukasus-Republik noch etwa 30 Menschen vermisst. Darunter seien auch prominente Oppositionelle, berichtete das Internetportal civil.ge aus der Hauptstadt Tiflis (Tbilisi) am Samstag. Mehrere Verwundete liegen noch im Krankenhaus. Auch Familienmitglieder erhielten keine Auskunft über das Schicksal ihrer Angehörigen, hieß es. Bei den Protesten in der Nacht auf Donnerstag waren ein Polizist und ein Zivilist getötet worden.

Drei Leichen entdeckt
Unterdessen wurden in der Nähe des Demonstrationsortes insgesamt drei Leichen gefunden. Zwei Männer seien in elektrische Kabel geraten, teilte das Innenministerium der Ex-Sowjetrepublik mit. Ob sie auf der Flucht vor der Polizei waren, ist unklar. Der dritte Tote wurde nicht weit entfernt gefunden.

USA fordern genaue Untersuchung
Die USA, ein Verbündeter Saakaschwilis, forderten eine genaue Untersuchung der Vorfälle. "Wir sind der Ansicht, dass das georgische Volk (...) das Recht hat, friedlich seine Meinung kundzutun", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington.

Sondereinheiten der Polizei hatten zahlreiche Demonstranten festgenommen. In Schnellverfahren wurden mehr als 90 Menschen zu Haftstrafen bis drei Monate oder Geldstrafen verurteilt.

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