Airbus-Absturz - DNA von 78 Opfern gesichert

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Airbus-Absturz - DNA von 78 Opfern gesichert

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen hoffen die Behörden, dass die Bergung der Leichen bis zum Ende der kommenden Woche abgeschlossen ist. Nach Angaben der Ermittler wurde DNA von vorläufig 78 Personen gesichert.

Meldungen, wonach Leichenteile des Kopiloten identifiziert wurden, hat der zuständige Staatsanwalt Brice Robin am Sonntag dementiert. "Wir haben noch keine Opfer identifiziert, sondern DNA-Spuren", sagte Robin. Bisher seien diese Informationen noch nicht mit denen der Familien verglichen worden.

An der schwer zugänglichen Unglücksstelle ging auch die Suche nach dem Flugdatenschreiber weiter. Bis Montagabend soll eine Straße angelegt sein, damit größere Wrackteile leichter abtransportiert werden können.

Die Germanwings-Maschine mit 150 Menschen an Bord war am Dienstag in den französischen Alpen an einer Felswand zerschellt. Der Co-Pilot Andreas Lubitz, 27, soll den Airbus absichtlich gegen den Berg gesteuert haben.

+++ Wir berichten HIER LIVE über die aktuelle Entwicklungen +++ Plus: Der neueste Stand bei den Ermittlungen in der Flug-Tragödie +++ Zweiter Flugschreiber noch immer nicht geortet +++ Letztes Gesprächs-Protokoll zwischen Pilot und Co-Pilot aufgetaucht: "Mach die verdammte Tür auf"(Mehr dazu HIER >>) +++

 

Video: Leichenteile des Amok-Piloten gefunden

Video zum Thema Viele Leichenteile geborgen

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20:55
 

Medikamente gefunden?

Bei der Durchsuchung der Düsseldorfer Wohnung von Lubitz wurden nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" Medikamente zur Behandlung einer psychischen Erkrankung sichergestellt. Der Kopilot sei vom 19. bis zum 26. März krankgeschrieben gewesen, habe die ärztliche Bescheinigung aber nicht bei seinem Arbeitgeber eingereicht.

19:42
 

Zu den Ergebnissen wollten die deutschen Behörden am Wochenende ebenso nichts sagen wie auch zu den Medienberichten über die angeblichen Erkrankungen des Kopiloten. In einer Erklärung der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft war lediglich von Hinweisen auf eine "bestehende Erkrankung und entsprechende ärztliche Behandlungen" die Rede gewesen.

19:04
 

Flugschreiber soll Klarheit bringen

Bevor der Flugschreiber nicht gefunden und ausgewertet ist, wollen die französischen Ermittler auch einen technischen Defekt nicht ausschließen. Chefermittler Jean-Pierre Michel und weitere französische Spezialisten waren am Wochenende in Düsseldorf, um ihre Erkenntnisse mit denen der deutschen Ermittlungsbehörden abzugleichen.

17:03
 

Bis Montag: Straße zur Absturzstelle

Nach Angaben des Marseiller Staatsanwalts Brice Robin, soll bis Montag eine Zufahrt zur schwerzugänglichen Unglücksstelle gelegt werden. Bisher konnte man sich lediglich per Helikopter oder mühsam zu Fuß dem Ort nähern. Die Straße soll die Bergung der Trümmerteile erleichtern.

15:30
 

DNA von 78 Opfern gesichert

Die Ermittler haben inzwischen die DNA von 78 Menschen gesichert. Diese solle zur Identifizierung der Toten mit DNA-Proben von Familienangehörigen abgeglichen werden, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, am Sonntag.

15:16
 

Freundin des Amok-Piloten schwanger?

Britische Medien berichten, dass die Verlobte von Andreas Lubitz (er wollte nächstes Jahr heiraten) schwanger ist. Die Lehrerin Katrhin G. soll vor ihren Schülern gesagt haben "ich werde Mutter".

14:54
 

Suche nach dem Flugschreiber

Der zweite Flugdatenschreiber ist noch immer verschollen. Die Ermittler suchen ihn auf Hochtouren. Erst dann kann aus ihrer Sicht ein technischer Defekt 100-prozentig ausgeschlossen werden, sobald die Daten ausgewertet sind.

germanwings.jpg © Reuters

(c) Reuters

13:08
 

Lufthansa: "Wussten nichts von der Erkrankung"

Die Lufthansa weiß nach eigenen Angaben nichts von einer angeblichen psychischen oder anderen Erkrankung des Kopiloten, der die Germanwings-Maschine in Frankreich zum Absturz gebracht haben soll. "Wir haben da keine eigenen Erkenntnisse", sagte ein Firmensprecher am Sonntag auf die Frage, ob das Unternehmen als Muttergesellschaft von Germanwings von Depressionen des 27-Jährigen Andreas Lubitz wusste.

12:50
 

Zeit drängt

Zur Identifizierung der Leichen bleibt nicht viel Zeit: Bis zum 8. April müssen die Ermittlungen abgeschlossen sein. Danach ist der Verwesungsgrad zu hoch, um die DNA zuverlässig zuzordnen und abzugleichen. Viel hängt auch vom Wetter ab: Heftige Winde lassen die Helikopter nicht starten und landen.

11:25
 

Neue Details zum Sehvermögen

Laut "Le Figaro" soll die Sehkraft von Andreas Lubitz um 30 Prozent eingeschränkt gewesen. Wegen der Augenprobleme befand sich der Amok-Pilot in ärztlicher Behandlung. Im Juni oder Juli dieses Jahres hätte er einen Medizin-Check machen müssen.

10:26
 

Stand Hochzeit bevor?

Laut einem Medienbericht plante Killer-Pilot Lubitz die Hochzeit mit seiner Freundin, einer Lehrerin an einer Gesamtschule im Rheinland. Doch sie beendete die Beziehung kurz vor dem Amok-Flug des 27-Jährigen.

09:02
 

Trauerfeier am 17. April in Köln

Angehörige, Bürger und Politik wollen am 17. April bei einer zentralen Trauerfeier im Kölner Dom Abschied von den Opfern nehmen. An dem "Gottesdienst und staatlichen Trauerakt" werden auch der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnehmen. In Frankreich fand am Samstag in der Kirche von Digne-les-Bains ein Trauergottesdienst statt. Lufthansa und Germanwings sprachen den Hinterbliebenen in ganzseitigen Zeitungsanzeigen ihre Anteilnahme aus.

08:02
 

Das Gesprächs-Protokoll: "Mach die verdammte Tür auf"

Die "Bild am Sonntag" berichtet über das Gespräch zwischen dem Flugkapitän und dem Kopiloten im Cockpit, das auf dem sichergestellten Stimmrekorder aufgezeichnet worden sei. Demnach erzählte der Pilot unter anderem, dass er es in Barcelona nicht geschafft habe, auf Toilette zu gehen. Der Kopilot habe ihm daraufhin angeboten, er könne jederzeit übernehmen. Einige Minuten später habe der Flugkapitän dann zu Andreas L. gesagt. "Du kannst übernehmen." Daraufhin verließ er offenbar die Kabine.

Als sich die Maschine später im den Sinkflug befand, ertönte im Cockpit ein automatische Alarmsignal, wie die "Bild am Sonntag" weiter berichtete. Der Pilot habe dann offenbar versucht, die Tür zum Cockpit mit Gewalt zu öffnen. "Mach die verdammte Tür auf", rief er demnach. Auch Schreie der Passagiere seien zu hören gewesen, bevor das Flugzeug dann an einem Bergmassiv zerschellte.

Blick in ein A320-Cockpit:

cockpit.jpg © Reuters

(c) Reuters

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