Tagesschau enthüllt

"Gratis-Sex für Asylanten": Das steckt hinter der Aufreger-Story

Diese Meldung ließ im April im Internet die Wogen hochgehen und verbreitete sich rasend schnell: "Gratis-Sex für Asylanten - Landratsamt zahlt!". Wenig später wurde auf der Website „Der Volksbeobachter“ eine weitere Meldung nachgelegt: „Flüchtling schnappt Deutschem Job weg". Auch diese Schlagzeile wurde zigfach geteilt und erreichte somit tausende Menschen.

Dabei handelte es sich aber lediglich um ein Experiment zu Erforschung von Fake News. Wissenschaftler der Universität Hohenheim bei Stuttgart haben die Homepage „Der Volksbeobachter“ erstellt und darauf gezielt Falschmeldungen verbreitet. Das enttarnten die Forscher um Professor Wolfgang Schweiger nun in der ARD-Tagesschau.

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Das Fazit der Wissenschaftler: Mit wenig Aufwand lässt sich eine große Reichweite erzielen. Die Meldung "Gratis-Sex für Asylanten" erreichte nach vier Tagen über 11.000 Personen und wurde 150 Mal geteilt. User würden dabei gar nicht darauf achten, von welchen Seiten die Nachrichten stammen, und diese ungeprüft teilen. Die Schlagzeile müsse nur in das Weltbild der Menschen passen.

Die Forscher müssen für ihr Projekt aber auch Kritik einstecken. Sie hätten nur selbst Fake News verbreitet und keine neuen Erkenntnisse gewonnen.

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