Griechen- Wahl: Tsipras gleichauf mit Konservativen

Athen

Griechen- Wahl: Tsipras gleichauf mit Konservativen

Die Zeiten der Begeisterung um Alexis Tsipras sind endgültig vorbei: Wenn Griechenland am 20. September vorgezogene Parlamentswahlen abhält, ist zwischen Tsipras’ linker Syriza-Partei und der konservativen Nea Dimokratia von Evangelos Meimarakis ein Kopf-an-Kopf-Rennen angesagt.

Enges Rennen. Darauf deuten drei Umfragen: Laut der Zeitung To Vima schafft Syriza nur 26,5 Prozent, Nea Dimokratia 25,9 Prozent. Laut Ethnos liegt Syriza mit 24,4 Prozent nur mehr hauchdünn vor den Konservativen (24). Und in einer Umfrage vor einer Woche (Metron) war Tsipras sogar auf Platz 2 zurückgefallen.

Es ist ein ziemlicher Absturz: Noch im Jänner kam Tsipras auf 36,3 Prozent, wurde frenetisch gefeiert und verfehlte die absolute Mehrheit knapp. Dann folgten ein monatelanges Ringen mit der EU um ein Hilfsprogramm, Sparmaßnahmen und der Tsipras-Rücktritt im August.

Keine Koalition. Der Ex-Premier gab sich im TV hoffnungsfroh: „20 Prozent der Wähler sind unentschlossen, es wird keine Koalition mit Dimokratia geben.“

Auch der Kampf um den dritten Platz ist offen: Die Rechtsextremen der Goldenen Morgenröte kommen auf 5,9 bis 6,5 Prozent, die Kommunisten auf 4,8 bis 6 Prozent und die Parteien der politischen Mitte und die der Sozialisten auf jeweils 5,1 bis 5,5 und 4,5 bis 5,8 Prozent.

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