Spanien,Griechenland

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Streiks lähmen unsere Urlaubsländer

Die griechischen Gewerkschaften haben die Beschäftigten des Landes für Dienstag erneut zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen, um gegen das Kürzungsprogramm und die Rentenreform der sozialistischen Regierung zu protestieren. Es wurde erwartet, dass es im Verkehr zu Behinderungen kommt. Schulen, Banken und Ämter sollten geschlossen bleiben.

Marsch auf Athen
Gegen Mittag war ein Protestmarsch in der Hauptstadt Athen geplant. Es ist das fünfte Mal, dass die Gewerkschaften des öffentlichen und des privaten Sektors gemeinsam zum Streik aufrufen. Die Rentenreform sieht eine Anhebung des Renteneintrittsalters, Kürzungen von Zuschüssen und Einschränkungen beim vorzeitigen Ruhestand vor.

110 Milliarden Euro-Rettungspaket
Die Maßnahmen würden dem in einer Finanzkrise steckenden Land nicht helfen, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Sie würden Griechenland vielmehr noch tiefer in die Rezession und die Armut führen. Die Regierung wiederum hält die Maßnahmen für unerlässlich. Mit der Rentenreform erfüllt sie eine wesentliche Bedingung für das 110 Milliarden Euro schwere Rettungspaket von Internationalem Währungsfonds und EU.

Streiks auch in Spanien: Nichts geht mehr in Madrid
Aus Protest gegen Einkommenskürzungen durch das Sparpaket der spanischen Regierung haben Mitarbeiter der U-Bahn in Madrid am Montag einen dreitägigen Streik begonnen. Wegen des Arbeitskampfes fahren nur noch 50 Prozent der Züge. Von Zugausfällen und Verspätungen sind etwa zwei Millionen Pendler betroffen.

Die Einkommenskürzungen für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes sind Teil des Sparprogramms, mit dem die Regierung die staatlichen Ausgaben um 15 Milliarden Euro senken will. Ursprünglich sollten die Löhne und Gehälter der Beschäftigten öffentlicher Unternehmen nicht sinken, doch übernahm die Regionalregierung von Madrid die Maßnahme auch für die U-Bahn-Mitarbeiter.

Generalstreik im September
Bereits Anfang Juni hatten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes mit Streiks gegen die Kürzung ihrer Verdienste protestiert. Für Ende September ist ein Generalstreik geplant.

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