Video zum Thema Anti-G20-Demo in Hamburg eskaliert
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„Krieg“ bei G-20-Gipfel

Großes Aufräumen nach Gewalt-Exzessen

Die Bilder schocken. Seit drei Tagen ziehen Tausende Links-Chaoten bei den Protesten gegen den G-20-Gipfel eine Spur der Verwüstung durch die Hansestadt: „Wir haben noch nie so ein Ausmaß an Hass und Gewalt erlebt“, so Hamburgs Polizeisprecher Timo Zill nach den Straßenschlachten. Ganze Stadtteile versanken in völligem Chaos. Am schlimmsten wüteten die Demo-Chaoten im links-alternativen Schanzenviertel, direkt neben dem Kongresszen­trum, wo die 20 Mächtigsten der Welt tagten.

Überall wurde Feuer gelegt, alles brannte: Autos, Müll­tonen, Barrikaden. Etwa 1.500 vermummte Randalierer warfen Pflastersteine in Schaufenster, plünderten Supermärkte, ein Rewe-Markt wurde völlig verwüstet, ausgeräumt. Danach versuchten die Chaoten auch noch, Feuer zu legen. Stundenlang lieferten die Links-Autonomen der Polizei eine Feuernacht – Szenen wie in einem Bürgerkrieg.

Mittlerweile sind die Spitzenpolitiker und auch die Krawallmacher abgereist. Was bleibt ist Chaos. Jetzt gilt es dies wieder zu beseitigen. Die Hamburger Stadtreinigung ist schon seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, vor allem im stark betroffenen Schanzenviertel. Ab 13 Uhr soll eine großangelegte Reinigungsaktion stattfinden. Unter dem Hashtag "Hamburg räumt auf" meldeten sich schon Hunderte Freiwillige in den Sozialen Medien, um ihre Stadt wieder auf Vordermann zu bringen.

Video zum Thema Protest: Krawallnacht vor G-20-Gipfel
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Mega-Gipfel endete mit Mini-Resultat

Abgesehen vom Treffen Trump–Putin brachte der Hamburger Gipfel nur Enttäuschungen.

trump.jpg © Getty

Wegweisend, friedensstiftend, historisch: So wurde die erste persön­liche Begegnung zwischen Russlands Staatschef Wla­dimir Putin und US-Präsident Donald Trump kommentiert: „Der Handschlag, auf den die Welt wirklich ­gewartet hat“, schrieb die ­Komsomolskaja Prawda. Nur 35 Minuten wollten die beiden miteinander reden. Geworden sind daraus zwei Stunden und 16 Minuten: „Die Stimmung war positiv“, so US-Außenminister Rex Tillerson. Zum Abschluss wurde ein Waffenstillstand in Syrien vereinbart. Er soll heute in Kraft treten.

Keine Einigung
Deutschlands Kanzlerin und Gast­geberin Angela Merkel zeigte sich nach Gesprächen mit Trump, Putin, Türkei-Präsident Erdoğan und Co. „zufrieden mit den Gipfelbeschlüssen“. So sei beim Thema Handel eine Einigung gelungen, sagte Merkel am Samstag nach Abschluss des Treffens.

Im Streit um den Klimaschutz gab es allerdings keine Annäherung: Die anderen ­G-20-Mitglieder haben sich gegen US-Präsidenten Donald Trump gestellt. Nach seinem Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen bekräftigten die 19 Mitglieder der Gruppe, das Klimaschutzabkommen „rasch“ umsetzen zu wollen.

Opfer
Merkel verurteilte die „entfesselte Gewalt und un­gehemmte Brutalität“ bei den Krawallen gegen den Gipfel „auf das Schärfste“. Es gebe keine Rechtfertigung für die „brutalen Angriffe auf das Leben der Polizisten“. Die Gewalttäter hätten sich „außerhalb unseres demokratischen Gemeinwesens“ gestellt. Opfer sollen Entschädigungen erhalten.

14:07
 

37 Haftbefehle und 476 verletzte Polizisten

Mehr als 20.000 Beamte seien im Einsatz gewesen, erklärte Meyer. Es sei "alles, aber auch wirklich alles Menschenmögliche an Vorkehrungen getroffen" worden. Mit Blick auf den juristischen Streit um Übernachtungscamps für G-20-Kritiker betonte Meyer, für die Polizei sei es wichtig gewesen, "keine Schlafstätten für militante Extremisten" in Hamburg zu haben; das sei letztlich aber nicht gelungen. Es sei schwierig, wenn "Täter ohne Bezug zum Gipfel" an unterschiedlichen Stellen der Stadt in einer "Kleingruppentaktik" agierten.

14:06
 

20.000 Beamte im Einsatz

Mehr als 20.000 Beamte seien im Einsatz gewesen, erklärte Meyer. Es sei "alles, aber auch wirklich alles Menschenmögliche an Vorkehrungen getroffen" worden. Mit Blick auf den juristischen Streit um Übernachtungscamps für G-20-Kritiker betonte Meyer, für die Polizei sei es wichtig gewesen, "keine Schlafstätten für militante Extremisten" in Hamburg zu haben; das sei letztlich aber nicht gelungen. Es sei schwierig, wenn "Täter ohne Bezug zum Gipfel" an unterschiedlichen Stellen der Stadt in einer "Kleingruppentaktik" agierten.

14:05
 

Gemischte Bilanz beim Polizeipräsidenten

Meyer sei aber stolz, dass es bei dem bisher größten Einsatz der Hamburger Polizei gelungen sei, die Sicherheit des Treffens "mit den zahlreichen Störversuchen" bis zum Schluss zu gewährleisten, sagte er am Sonntag.

13:26
 

Der Hamburger Polizeipräsident Ralf Martin Meyer spricht davon, dass es ihn vor allem "bedrückt stimmt", dass es den Polizisten nicht gelungen ist, Verletzungen der Einsatzkräfte zu vermeiden und den Schutz des Eigentums der Hamburger Bürger umfassend zu gewährleisten. Rund um das Treffen der großen Wirtschaftsmächte war es zu heftigen Krawallen mit zahlreichen Verletzten gekommen.

13:13
 

Hamburg zieht Bilanz

In einer Pressekonferenz spricht der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz vom "größten Polizeieinsatz in der Nachkriegszeit".

11:59
 

Grünen-Politikerin gibt Polizei Schuld an Gewalt-Exzessen

"Leider hat das Vorgehen der Einsatzleitung der Hamburger Polizei zur Eskalation der ohnehin angespannten Lage erheblich beigetragen", so Irene Mihalic, Sprecherin der Grünen im Bundestag, zur "Welt".

11:40
 

Wenn der Selfie-Wahn zu weit geht ...

Dass einige sich nur schwer von ihrem geliebten Smartphone trennen können, ist bekannt, aber mitten in den Krawallen des G20-Gipfels sticht dieser Hipster aus der vermummten Masse heraus. Während hinter ihm Randalierer Gegnstände anzünden, posiert er mit einem Lächeln im Gesicht für ein Selfie.

Noch ist unklar, ob der Mann selbst mit gezündelt hat oder nur als Schaulustiger sich und die Umgebung knipste.

11:12
 

Steinmeier zeigt sich "schockiert & erschüttert"

Der deutsche Bundespräsident sagte bei seinem Besuch in Hamburg, dass er die Plünderungen und die Gewalt gegen Polizisten verurteile. "Ein solches Ausmaß an Gewalt haben wir in den letzten Jahren in Deutschland nicht erlebt. (...) Es schockiert und erschüttert mich".

10:45
 

Außenminister Gabriel vegleicht Randalierer mit Neonazis

„Deutschlands Bild in der internationalen Öffentlichkeit wird durch die Ereignisse in Hamburg schwer in Mitleidenschaft gezogen“, sagt Außenminister Sigmar Gabriel in der „Bild am Sonntag“. Zudem spricht er von einer „Orgie an Gewalt“. Den Tätern sei es „nur um Gewalt an sich“ gegangen. Dann vergleicht er die Linksextremisten mit Rechtsradikalen. Sie würden sich überhaupt nicht von Neonazis und deren Brandanschlägen unterscheiden. Das habe nichts mit linken Motiven zu tun und man müsse nun europaweit zusammenarbeiten, um die Straftäter auszuforschen. „Der demokratische Rechtsstaat muss jetzt seine Wehrhaftigkeit beweisen“, fordert der SPD-Politiker.

09:57
 

Aufräumen nach dem Chaos

Unter dem Hashtag #HamburgRauemtAuf haben sich bereits auf Social Media-Plattformen Hunderte gemeldet, die die Hansestadt wieder zu jener "Perle" machen sollen, die sie vor dem Gipfel war.

09:53
 

Orange is the new black!

In Anspielung auf die Krawallmacher des "Schwarzen Blocks" hat sich die Hamburger Stadtreinigung etwas kreatives überlegt.

09:33
 

Verdächtiger Gegenstand! Aufregung am Hamburger Airport am Sonntagfrüh

Der Terminal 2 des Hamburger Flughafens musste kurzzeitig abgesperrt werden, weil ein verdächtiger Gegenstand gefunden wurde. Kurze Zeit später, gab die Polizei auf Twitter wieder Entwarnung.

09:02
 

Rücktrittsrufe an Hamburger Bürgermeister

Wegen der Ausschreitungen beim G-20-Gipfel sieht sich der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. "Wenn er keinen Plan hat, wie er linke Gewalt künftig verhindern will, muss er seinen Hut nehmen", sagte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt dem Berliner Radiosender 105'5 Spreeradio.

08:47
 

Es geht auch friedlich...

Am Samstag tagsüber hatten zehntausende G-20-Kritiker friedlich gegen den Gipfel protestiert.

08:43
 

Deutscher Bundespräsident am Weg nach Hamburg

Frank-Walter Steinmeier macht sich auf den Weg nach Hamburg, um dort Opfer und Einsatzkräfte der Krawalle zu besuchen.

08:40
 

Nach dem Ende des Gipfels, meldete die Polizei eine leichte Beruhigung

Nach den neuerlichen Krawallen in der Nacht zum Sonntag hat sich die Lage in Hamburg nach Angaben der Polizei insgesamt leicht beruhigt. Im Schanzenviertel mussten Einsatzkräfte in den frühen Morgenstunden allerdings weiter gegen einige Randalierer vorgehen, teilte die Polizei auf Twitter mit.

08:37
 

Trump: "Alle fühlten sich sicher!"

US-Präsident Donald Trump hat sich während seines dreitägigen Hamburg-Besuches zum G20-Gipfel trotz der andauernden schweren Krawalle nach eigenen Angaben sicher gefühlt. "Alle fühlten sich sicher, trotz der Anarchisten", schrieb Trump am Samstagabend bei Twitter.

Die Strafverfolgungsbehörden und das Militär hätten in Hamburg hervorragende Arbeit geleistet, erklärte er. Dass Militär in Hamburg nicht im Einsatz war, dürfte ihm entgangen sein. Den Gipfel als solchen bezeichnete Trump als "wunderbaren Erfolg".

08:35
 

Das Polizeiaufgebot war bis zum Schluss riesig

G20 Hamburg © Reuters

Quelle: Reuters

08:33
 

Polizei warnte: "Unbeteiligte sollten sich aus Bereich entfernen"

In der dritten Nacht der gewalttätigen Proteste, griff die Polizei frühzeitig durch. "Unbeteiligte sollten sich unbedingt aus dem Bereich entfernen", warnte sie. Die Räumung der Straßen im Schanzenviertel wurde mit Angriffen auf Einsatzkräfte begründet. Zudem seien bei einer Sparkassen-Filiale Fenster zu Bruch gegangen. Der S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt war erneut zeitweilig gestört, dann wurden alle Sperrungen aufgehoben.

08:29
 

Dutzende Mülltonnen in Brand gesteckt

Auf der Straße wurde wieder Müll zusammengetragen und angezündet. Mehrere Vermummte warfen Flaschen auf Häuser, aus denen ihnen "Haut ab" entgegengerufen wurde. Schwer bewaffnete Spezialeinsatzkräfte der Polizei zogen zeitweise am Rande des Schanzenviertels auf, griffen aber nicht ins Geschehen ein.

Hamburg G20 © Reuters

Quelle: Reuters

08:26
 

Guten Morgen!

Dritte Nacht mit Gewalt in Hamburg. In der Nacht zum Sonntag setzte die Polizei Wasserwerfer, Pfefferspray und Tränengas ein, um Sitzblockaden im Schanzenviertel aufzulösen. Randalierer warfen Flaschen, Steine oder Böller und rannten vor den Einsatzkräften weg. Die Polizei meldete mehrere Festnahmen.

Wir berichten auch heute wieder im Live-Ticker von den Ereignissen und dem großen Aufräumen in der Hansestadt.

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