Guantanamo-Buch: Australien friert Erlöse ein

David Hicks' Biographie

Guantanamo-Buch: Australien friert Erlöse ein

Ein australisches Gericht hat am Mittwoch alle Konten mit Geldern aus dem Gewinn der Buchverkäufe des früheren australischen Guantanamo-Insassen David Hicks eingefroren. Hintergrund ist ein Gerichtsverfahren, mit dem die australische Regierung die Erlöse seiner Autobiografie über die Jahre der Haft in dem US-Gefangenenlager für Terrorverdächtige auf Kuba als illegalen Profit verurteilen lassen will. Die nächste Anhörung in dem Verfahren ist für den 16. August geplant. In Australien ist es verboten, Profit aus Strafvergehen zu ziehen.

Hicks war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in Afghanistan gefangen genommen worden und von einem US-Militärtribunal wegen des Vorwurfs verurteilt worden, er habe den Terrorismus unterstützt. Der heute 35-Jährige kehrte 2007 nach fünfeinhalb Jahren Haft in Guantanamo nach Australien zurück, um dort den Rest seiner Haftstrafe zu verbüßen. In seinem Buch mit dem Titel "Guantanamo: My Journey" (Meine Reise) beschreibt Hicks seine "sechs Jahre in der Hölle" und die Ereignisse, die zu seiner Festnahme führten. Bisher wurden 30.000 Exemplare verkauft.

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