Hagupit: 21 Todesopfer - Sturm auf Manila

Philippinen

Hagupit: 21 Todesopfer - Sturm auf Manila

Der Taifung "Hagupit" hat nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 21 Todesopfer gefordert, als er über die östliche Philippinen-Insel Samar hinweggefegt ist. Der Großteil von ihnen sei aufgrund von steigender Wasserstände in der Inselhauptstadt Borogan ertrunken, wo der Sturm erstmals auf Land traf, meldete die Organisation am Montag. Behörden hatten die Zahl der Opfer zuvor mit zehn angegeben.

Unterdessen erreichte "Hagupit" am Montag merklich abgeschwächt die philippinische Hauptstadt Manila. Obwohl er nun nur noch als "tropischer Sturm" gilt, waren die Behörden in voller Alarmbereitschaft. Denn "Hagupit" bewegt sich nun langsamer, wodurch der Regen teils stundenlang auf dieselbe Region prasselt. Überschwemmungen könnten das Wirtschafts- und Finanzzentrum in Chaos stürzen. Manila war 2009 von Tropensturm "Ketsana" schwer getroffen worden.

In den Zentralphilippinen sind Millionen Menschen teils schon seit Freitag ohne Strom. Elektrizitätswerke hatten vorsorglich die Versorgung eingestellt, weil sie Schäden durch starken Wind fürchteten. Zahlreiche Strommasten knickten um. Tausende Hütten und Häuser wurden beschädigt oder zerstört, darunter auch in Tacloban, der Stadt, die im vergangenen Jahr von Taifun "Haiyan" schwer zerstört wurde.

24 Stunden nach dem Durchzug des Taifuns waren in den Zentralphilippinen die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Mehr als eine Million Menschen waren vor dem Taifun geflohen. Viele kehrten am Montag in ihre Dörfer zurück. Die Behörden hatten vor dem Sturm in der Region Lager mit Hilfsmitteln angelegt und versprachen eine zügige Auslieferung. Vor einem Jahr richtete Taifun "Haiyan" dort schwere Verwüstung an. Mangels ordentlicher Planung mussten die Menschen aber tagelang auf Hilfe und medizinische Versorgung warten.

In Manila hatten Arbeiter in den vergangenen Tagen schon Reklametafeln und Weihnachtsdekoration abgebaut. Geschäftsleute vernagelten ihre Schaufenster, und viele verbarrikadierten ihre Eingänge mit Sandsäcken. Slumviertel in Küstennähe wurden geräumt. Die Behörden richteten Notaufnahmelager ein. Alle Rettungsdienste waren in Alarmbereitschaft. Die Börse stellte den Betrieb ein, mehr als 100 Flüge wurden gestrichen.

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