Harvard-Professor: Clinton kann Präsidentschaft einklagen

Neues Chaos

Harvard-Professor: Clinton kann Präsidentschaft einklagen

Donald Trump hat die Wahlen in den USA klar gewonnen und wird damit der 45. Präsident der USA. Noch immer haben sich allerdings nicht alle US-Amerikaner mit dem Wahlausgang abgefunden. Clinton-Anhänger suchen weiterhin nach Möglichkeiten, wie ihre Kandidatin doch noch ins Weiße Haus einziehen könnte.

Dabei sorgt nun die Einschätzung des Harvard-Professors Lawrence Lessig für Aufregung. Für den renommierten Wissenschaftler hat Clinton sogar einen Rechtsanspruch auf die Präsidentschaft. Der Grund: Die Demokratin bekam rund 2,7 Millionen Stimmen mehr als ihr Konkurrent. Ein Sieg Donald Trumps würde daher gegen die US-Verfassung verstoßen. Lessig beruft sich dabei auf den 14. Zusatzartikel, wonach alle Bürger gleichbehandelt werden müssen. Das Prinzip „ein Bürger, eine Stimme“ würde durch das aktuelle Wahlsystem unterlaufen, so der Experte weiter.

Besonders stört sich der Harvard-Professor auch an der Verteilung der Wahlmannstimmen. Wyoming wird mit seinen rund 600.000 Einwohnern von drei Wahlmännern vertreten, Kalifornien mit 27 Millionen mit 55. Der Staat an der Westküste hat damit 18 Mal mehr Wahlmänner, obwohl Kalifornien 66 Mal mehr Einwohner als Wyoming hat. Eine Stimme in Wyoming hat daher derzeit mehr Gewicht.

Daher hat Clinton lauf Lessig einen Rechtsanspruch auf die Präsidentschaft- Die Demokratin müsse nur eine Klage einreichen. Ihre Chancen dafür würden gutstehen, so der Harvard-Professor.

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