Heftiger Schneefall legt Rom lahm

Kältewelle

Heftiger Schneefall legt Rom lahm

Die extreme Kältewelle, die Italien seit Anfang Februar im Griff hält, belastet jetzt immer stärker auch Mittel- und Süditalien und forderte zwischen Freitag und Samstag sechs Todesopfer. Rom erlebt die heftigsten Schneefälle seit den 80er Jahren. In der Nacht auf Samstag durchwehte auch ein eisiger Sturm die Ewige Stadt, seit Freitagnachmittag schneite es fast ununterbrochen, was die 3,5 Millionen-Metropole zum zweiten Mal binnen einer Woche ins Chaos stürzte. Das gesamte Verkehrsnetz kam zum Erliegen. Die große Stadtumfahrung musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

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Schneefall in Rom

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Auf dem römischen Flughafen Fiumicino kam es zu chaotischen Zuständen. Am Freitagabend wurden 20 Flüge gestrichen, 2.000 Passagiere mussten die Nacht im Flughafen verbringen. Bei der Bahnverbindung zwischen dem römischen Flughafen Fiumicino und dem Stadtzentrum wurden Verspätungen gemeldet. Der regionale Bahnverkehr brach teilweise zusammen.

Bürgermeister Gianni Alemanno rief die Römer auf, nicht das Auto zu nutzen. Die Schulen waren am Samstag geschlossen. Wie bereits vor einer Woche fotografierten begeisterte Touristen den Schnee, der über der Spanischen Treppe, dem Trevi-Brunnen und der Piazza Navona fiel. Kolosseum, Forum Romanum, der Palatinshügel und andere archäologische Stätten wurden geschlossen. Auch der Petersplatz war vollkommen verschneit.

Die Kältewelle hält ganz Italien im Würgegriff. Die Armee waren in mehreren Regionen im Einsatz, um die Straßen in eingeschneiten Bergortschaften zu befreien. In Berggebieten der Region Abruzzen berichteten die Einwohner, ausgehungerte Wölfe gesichtet zu haben. Schneefälle wurden auch in Süditalien, darunter in Kalabrien, gemeldet.

Auch bei der Lebensmittelversorgung kam es zu Schwierigkeiten in ganz Italien. Mehrere Supermärkte konnten wegen Zustellungsschwierigkeiten kein Obst und Gemüse anbieten, warnte der Landwirtschaftsverband Coldiretti. Dies habe in den letzten Tagen zu beträchtlichen Preiserhöhungen geführt. Seit Beginn der Kältewelle Anfang des Monats mussten 100.000 Tonnen verderblicher Waren vernichtet werden, weil sie nicht rechtzeitig geliefert werden konnten. Coldiretti klagte über einen katastrophalen Winter. Nach dem LKW-Streik vor zwei Wochen sei die Lebensmittelversorgung jetzt wegen der akuten Wetternotstandslage arg unter Druck geraten. Dies bedeute für die Branche in einer ohnehin vom Konsumrückgang belasteten Zeit enorme Verluste.

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