Hinrichtung in den USA aufgeschoben

Verdacht auf Rassismus

Hinrichtung in den USA aufgeschoben

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Hinrichtung eines zum Tod verurteilten Schwarzen im Bundesstaat Texas vorerst aufgeschoben. Wie Vertreter der Justiz und der Verteidigung am Donnerstag bestätigten, wurde die für denselben Tag geplante Vollstreckung des Todesurteils ausgesetzt, um eine erneute Prüfung des Falls zu ermöglichen. Für welchen Zeitraum die Entscheidung gilt, war zunächst unklar.

Der dunkelhäutige Duane Buck war im Jahr 1995 wegen Mords an seiner früheren Lebensgefährtin und deren neuem Freund verurteilt worden. Zwischenzeitlich kam jedoch der Verdacht auf, dass in dem damaligen Urteil rassistische Ansichten der an der Urteilsfindung Beteiligten eine Rolle gespielt haben könnten. So soll beispielsweise ein Psychologe angegeben haben, dass Schwarze eher zu Wiederholungstaten neigten als Weiße.

Die Verteidigung beantragte am Donnerstag eine Aussetzung der Vollstreckung von 30 Tagen zur Überprüfung des Prozessverlaufs. Zuvor hatte sie sich ebenso wie die Staatsanwaltschaft bereits an den texanischen Gouverneur Rick Perry gewandt und ebenfalls um eine Aussetzung der Hinrichtung gebeten. Perry, aussichtsreicher Kandidat bei den Republikanern im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur, ist ein überzeugter Verfechter der Todesstrafe.

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