Hochwasser in Australien - Kein Ende

Unwetter

© Reuters

Hochwasser in Australien - Kein Ende

Für die Menschen im Osten Australiens zeichnet sich beim schlimmsten Hochwasser seit 50 Jahren keine Entspannung ab. Die Regenmenge im nordöstlichen Bundesstaat Queensland übertrifft die sonst üblichen Niederschläge um das Vierfache. Queenslands Gouverneurin, Anna Bligh, sprach am Donnerstag von einem Milliardenschaden für die betroffenen Hausbesitzer, Farmer und Geschäftsleute. Die Behörden fürchten, dass die Katastrophe über Wochen andauern wird.

Diashow Regenfälle überfluten Australien
Land unter in Down Under

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Insgesamt sollen etwa 200.000 Menschen vom Hochwasser betroffen sein. Tausende Menschen mussten teilweise mit Hubschraubern gerettet werden. Australiens Premierministerin Julia Gillard besuchte die am schlimmsten betroffene Ortschaft Bundaberg. Dort waren mindestens 120 Häuser überschwemmt worden.

1.000 Menschen ausgeflogen
Nach heftigem Regen in den vergangenen Tagen traten zahlreiche Flüsse über die Ufer und überschwemmten Straßen und Ortschaften. In einigen Regionen wurden in 24 Stunden bis zu 270 Millimeter Niederschlag gemessen. Am Mittwoch evakuierten die australischen Streitkräfte das Dorf Theodore im Staat Queensland und flogen mit Hubschraubern insgesamt 1.000 Menschen aus den überschwemmten Gebieten aus. Auch aus der Ortschaften Bundaberg wurden die rund 400 Einwohner in Sicherheit gebracht.

Hilfsfonds
Blight hatte bereits einen Hilfsfonds in der Höhe von einer Million Australischen Dollar (764.000 Euro) für die Überschwemmungsopfer angekündigt. Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard versprach die gleiche Summe aus Bundesmitteln. "Bevor das Wasser zurückgeht, werden wir nicht wissen, wie viel Schaden es angerichtet hat", sagte Gillard. "Queensland und die Bundesregierung werden die Infrastruktur aber gemeinsam wieder aufbauen."

300 Strecken gesperrt
Insgesamt wurden im Staat Queensland wegen der Überschwemmungen rund 300 Strecken für den Verkehr gesperrt, darunter zwei der wichtigsten Schnellstraßen nach Brisbane. In der Landwirtschaft habe der Regen bereits Schäden in Höhe von 400 Millionen Australischen Dollar (300 Millionen Euro) angerichtet, sagte Brent Finaly, Präsident der Farmer-Lobby-Gruppe AgForce. Viele Bauern hätten ihre gesamte Ernte verloren. "Diese Ernte hat vor zwei Monaten fantastisch ausgesehen", sagte Finaly. Erst kürzlich seien viele der Farmer von einer Dürre schwer getroffen worden.
 

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