Hoffnung für verschüttete Kumpel schwindet

Neuseeland

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Hoffnung für verschüttete Kumpel schwindet

Drei Tage nach dem Grubenunglück in Neuseeland gab es am Montag für die 29 verschütteten Bergleute kaum noch Hoffnung. Für die Angehörigen werde die Lage "mit jeder Stunde" besorgniserregender, sagte der Betreiber der Pike River Mine an der Westküste der Südinsel, Peter Whittall. Die Rettungstrupps rechneten inzwischen mit allem, auch mit dem Tod der unter Tage eingeschlossenen Arbeiter, sagte der Leiter des Einsatzes, Gary Knowles, vor Journalisten.

"Extrem starke Detonation"
Von den 29 Kumpel gibt es seit einer verheerenden Gasexplosion am Freitagnachmittag kein Lebenszeichen. Lediglich zwei Arbeiter konnten sich aus dem Stollen in Sicherheit bringen. Einer von ihnen berichtete von einer "extrem starken Detonation", die ihm den Boden unter den Füßen weggerissen habe. Als er aufgestanden sei, habe er nur noch "dichten, weißen Rauch" gesehen, sagte der 24-jährige Daniel Rockhouse, dessen Bruder immer noch unter Tage eingeschlossen ist, der Zeitung "New Zealand Herald".

Wegen der anhaltend hohen Methangas-Konzentration in der Mine konnten bisher noch keine Helfer zu den Verschütteten geschickt werden. Noch am Montag sollte zumindest eine kleine Bohrung fertiggestellt werden, über die Kameras und ein ferngesteuerter Roboter in die Tiefe gelassen werden können. Die Rettungsmannschaften wollen sich so ein besseres Bild von der Lage unter Tage machen.

Helfer könnten Explosion auslösen
Nach Angaben der Retter ist die Konzentration von Methan und Kohlenmonoxid in dem Bergwerk so hoch, dass ein Helferteam eine weitere Explosion auslösen könnte. Sie vermuteten, dass ein Kohlefeuer im Inneren der Mine die Gase produziert, weil es Hinweise auf große Hitze in der Tiefe gab. "Etwas passiert da unten, aber wir wissen nicht, was das ist", sagte der Chef der Betreiberfirma, Peter Whittall. Polizeiangaben zufolge befinden sich die Vermissten vermutlich in zwei Kilometer Tiefe entlang des horizontalen Haupttunnels im Berg.

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